Grundlagen der berufsbezogenen Jugendhilfe

Hier finden Sie alle Informationen bezüglich unserer berufsbezogenen Jugendhilfe.

 
Grundsätze der Berufsbezogenen Jugendhilfe (BBJH) im Trägerbereich der evang. - luth. Kirche in Bayern

„Der Friede mit Gott ist nicht Ruhe, sondern treibende Kraft“
Albert Schweitzer

Wir stehen als Kirche in der Welt.

Wir haben ein klares Bild von einer gerechten Gestaltung des Zusammenlebens und der Teilhabe aller Menschen am Leben mit seinen vielfältigen Chancen und Möglichkeiten. Als Kirche wissen wir auch um die Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, um die Verteilungskämpfe und Ausgrenzungen in den kleinen und in den großen Bezügen des täglichen Lebens. Hier einen Ausgleich zu schaffen für die Benachteiligten, hier zu begleiten, zu stützen, zu stärken ist ureigenste Aufgabe und Verantwortung einer Kirche in der Welt.

In einer partizipativen kirchlichen Jugendarbeit weiß sich die Kirche Kindern und Jugendlichen in besonderer Weise verpflichtet. In der Evangelischen Jugendsozialarbeit erweist sich Kirche als Anwältin für die Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen in Kirche und Gesellschaft.

Die Berufsbezogene Jugendhilfe (BBJH) gehört zu dem Kernbereich der Aufgaben der Evangelischen Jugendsozialarbeit. Dort wird Kirche im praktischen Tun für die jungen Menschen deutlich und greifbar.
Unabhängig von Herkunft, Religion, Nationalität und Geschlecht setzt sich Kirche als BBJH ein für junge Menschen, deren Chancen auf eine würdevolle Teilhabe in der Gesellschaft aufgrund individueller und/oder sozialer Benachteiligungen verstellt sind. Handlungsleitend ist dabei die Grundidee der Hilfe zur Selbsthilfe, einerseits die nötige Unterstützung zu leisten, sie andererseits aber auch darauf zu beschränken. Die BBJH arbeitet im Vertrauen auf die selbstbestimmte Entscheidungs- und Gestaltungsfähigkeit der jungen Menschen.

Mit den hier vorgelegten Grundsätzen verpflichten sich die in der EJSA zusammengeschlossenen Einrichtungen der BBJH in Bayern auf einen professionellen Rahmen der geeignet ist, den benachteiligten jungen Menschen eine mündige und selbstbestimmte Lebensperspektive zu eröffnen. Ein umfangreicher Prozess intensiver Diskussionen und beständiger Entwicklungsarbeit findet in diesen Grundsätzen seinen Niederschlag.

Die vorliegenden Grundsätze sind von der Überzeugung geleitet, dass ein hoher professioneller Standard des Angebotes und die Innovationskraft der Mitarbeiter/innen Grundvoraussetzungen für eine gelingende soziale und berufliche Förderung der jungen Menschen sind.

Möge dieser Beitrag eine treibende Kraft in der Gesellschaft auf der Suche nach sozialem Frieden sein.

München, April 2006

Dr. Hans-Gerd Bauer, Landesjugendpfarrer
1. Vorsitzender der Evangelischen Jugendsozialarbeit Bayern e.V.

BBJH - Berufsbezogene Jugendhilfe

Eine Kirche, die Kinder tauft, Jugendliche konfirmiert, hat sich in besonderer Weise verpflichtet, Anwältin für die Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen in Kirche und Gesellschaft zu sein.

Unabhängig von der Frage nach Herkunft, Religion, Nationalität und Geschlecht ist uns, ausgehend von unserem christlichen Menschenbild, das konkrete Eintreten für junge Menschen, deren Chancen auf eine würdevolle Teilhabe in der Gesellschaft aufgrund individueller und/oder sozialer Benachteiligungen verstellt sind, ein besonderes Anliegen entsprechend dem biblischen Gebot, das die Gottes- und Nächstenliebe untrennbar miteinander verbindet.

Das Thema Arbeit und Arbeitslosigkeit hat einen hohen Stellenwert in der evangelischen Kirche. Die Berufsbezogene Jugendhilfe (BBJH) gehört zu dem Kernbereich der Aufgaben der Evangelischen Jugendsozialarbeit. Dort wird Kirche im praktischen Tun für die jungen Menschen deutlich und greifbar.

Ein hoher professioneller Standard des Angebotes und die Innovationskraft der Mitarbeiter/innen sind Grundvoraussetzungen für eine gelingende soziale und berufliche Förderung der jungen Menschen.