Newsletter-Archiv

ejsa-Newsletter, Ausgabe Februar 2018

EJSA BAYERN – ALLGEMEIN

Verstärkung in der ejsa Geschäftsstelle
Katja Schäfer - neue Landesreferentin BBJH stellt sich vor

Seit 1.1.2018 bin ich nun Landesreferentin für den Arbeitsbereich der Berufsbezogenen Jugendhilfe der ejsa. Vor dem Hintergrund vielfältiger praktischer Erfahrungen aus dem Arbeitsbereich BBJH (Berufsausbildung, Berufsvorbereitung) sowie der Arbeit mit Geflüchteten, Ganztag und Schulsozialarbeit, freue ich mich auf die neue Aufgabe.
Von Beruf Diplompädagogin und MA Sozialmanagement, lebe und arbeite ich seit 2008 in München. Von einer therapeutischen Einrichtung im Süden bin ich nach gut zwei Jahren zu einem Bildungsträger gewechselt, bei dem ich für sieben Jahre heimisch war. Mein Aufgabengebiet war sehr abwechslungsreich und ich konnte die Bereiche Berufsvorbereitung, Berufsausbildung, die Arbeit mit Flüchtlingen, den Ganztag und die Schulsozialarbeit sowie die offene Jugendarbeit kennenlernen und mitgestalten. Besondere Freude haben mir der Aufbau und die Stabilisierung von Einrichtungen im Umkreis von München gemacht. Hier habe ich tolle Menschen kennengelernt, Teams zusammengebracht und an der einen und anderen Stelle auch Struktur ins Chaos.
Die neue Aufgabe als Landesreferentin ist sehr vielseitig und spannend und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und Kooperation mit allen Akteuren. Mein Team in der Geschäftsstelle hat mir den Einstieg sehr leicht gemacht. Die kollegiale Atmosphäre und Unterstützung schätze ich sehr. Die Puzzleteile ergeben zwar noch nicht ein Bild, jedoch freue ich mich sehr auf die neue Herausforderung und natürlich die Zusammenarbeit mit Ihnen.

Integration benachteiligter junger Menschen durch Jugendsozialarbeit
Fachtag 2018 der ejsa Bayern e.V. – 07.05.2018, Nürnberg, Karl-Bröger-Zentrum

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Die wirtschaftliche Lage in Bayern ist gut und viele Ausbildungsstellen können nicht besetzt werden. Alles bestens also? Nein! Eine gleichbleibend große Gruppe an jungen Menschen in Bayern profitiert von der guten wirtschaftlichen Entwicklung nicht oder kaum. Diese Situation wird sich durch Globalisierung und Digitalisierung verschärfen. Betroffen sind sowohl Schulpflichtige, als auch junge Menschen im Übergang Schule Beruf oder im Übergang von Ausbildung in Erwerbstätigkeit. Von Ausgrenzung betroffen sind junge Migrant*nnen, aber auch viele andere.
Diese beachtliche jugendpolitische Herausforderung soll bei diesem Fachtag mit Blick auf die kommende Landtagswahl ein deutliches Gewicht bekommen

 

ARBEITSBEREICH BERUFSBEZOGENE JUGENDHILFE

„Sozial und digital in die Zukunft!“
Bericht zur Jahresfachtagung BBJH vom 6. bis 8.2.2018 in Petersberg

„sozial und digital in die Zukunft“ - durch Digitalisierung und Globalisierung werden uns und unserer Zielgruppe der benachteiligten jungen Menschen große Veränderungen der Arbeitswelt vorhergesagt.
Diese Tagung ermöglichte, mehr Klarheit in die Sache zu bringen und zu schauen, welche Chancen und Herausforderungen diese Entwicklungen für die BBJH bedeuten. Erstes – vorsichtiges – Fazit: Digitalisierung fordert uns alle heraus – nicht nur die Zielgruppe. Die „nachholende“ Digitalisierung betrifft zunächst die Fachkräfte und Einrichtungen als Organisationen. Notwendig sind Investitionen in Hard- und Software (Pädagogik, Handwerk und Verwaltung) sowie in einem größeren Umfang Schulungen für die Mitarbeitenden. Wie das finanziert werden kann, ist eine noch offene Frage. Die Zielgruppe der benachteiligten jungen Menschen an der Digitalisierung angemessen teilhaben zu lassen ist die zweite Aufgabe, die – so berichteten erfahrene Referenten – stark von den digitalen Kompetenzen der Fachkräfte abhängt. Die Veränderungen der Arbeitswelt für die Zielgruppe – so die vorsichtigen Prognosen – sind nicht so negativ wie befürchtet. Neben dem Ausbau im Bereich der Spezialisten wird ein weiterhin größerer Arbeitskräftebedarf im unteren Sektor prognostiziert. Allerdings wird es zunehmend wichtig sein, über ausreichend Kompetenzen im Bereich Handlungsbefähigung zu verfügen, um den schnellen Wandel, die notwendige Flexibilität und Agilität gut zu schaffen. Die BBJH befindet sich mit der Handlungsbefähigung also auf dem richtigen Weg (siehe BBJH-Fachtagung 2017 und Forschungsprojekt „Weiterentwicklung der AJS“ der LAG Jugendsozialarbeit).
Um in der Dynamik dieser Entwicklungen als Arbeitsfeld handlungsbefähigt zu bleiben, kann eine wertorientierte Haltung hilfreich sein. Hier bot die Auseinandersetzung mit dem Gedanken der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) spannende und zukunftsweisende Chancen. Am Beispiel der Herzogsägmühle konnten die vielfältigen Effekte der GWÖ gut sichtbar werden. Einige Einrichtungen der BBJH werden daran auf jeden Fall weiterarbeiten.

ARBEITSBEREICH MIGRATIONSBEZOGENE JUGENDSOZIALARBEIT/ JMD

20 neue Stellen für Bayern
Nationales Präventionsprogramm und Jugendmigrationsdienste

Das Bundesministerium des Innern stellt dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für 2018 insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung. Davon werden 18 Millionen bei den Trägern von Jugendmigrationsdiensten verortet, 2 Millionen im Bereich der gesellschaftspolitischen Jugendbildung des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP).
Das Geld stammt aus dem „Nationalen Präventionsprogramm gegen islamistischen Extremismus“ und unterstützt ab diesem Jahr die primärpräventiven Angebote an Schulen.
Im aktuell vorliegenden Koalitionsvertrag für die neue Legislaturperiode steht dazu, dass das Nationale Präventionsprogramm auch über das Jahr 2018 hinaus fortgeführt werden soll. Primär zuständig für Prävention sind die Länder und Kommunen, aber auch dem Bund kommt eine wichtige Rolle zu.
Bundesweit werden mit diesem Geld 172 neue Stellen geschaffen. Bayern erhält davon 20. Diese werden an bereits bestehenden Standorten von erfahrenen und in dieser Arbeit aktiven Jugendmigrationsdiensten angesiedelt. Wie die zuständige Referatsleiterin für Chancengerechtigkeit, Integration und Jugendsozialarbeit, Frau Dr. Schulte-Beckhausen (BMFSFJ) auf einer bundesweiten Tagung der Jugendmigrationsdienste mitteilte, gehe es im Kern darum, „Schulen dabei zu unterstützen, jungen Menschen die Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft zu vermitteln“. Im Freistaat gibt es bereits ein „Bayerisches Netzwerk für Prävention und Deradikalisierung gegen Salafismus“ sowie länderspezifische Programme und Initiativen. Daher legt das Bayerische Sozialministerium großen Wert auf die konzeptionell enge Vernetzung und Ergänzung von bestehenden landesfinanzierten Programmen. So sollen Doppelstrukturen wie z.B. mit der Jugendsozialarbeit vermieden werden. Um die Fachkräfte der neu entstehenden Stellen für ihre Aufgabe zu wappnen, plant das StMAS in Abstimmung mit den zuständigen JMD-Landeskoordinator-/-innen der Verbände eine Auftaktveranstaltung sowie eine Fortbildungsreihe für alle bestehenden bayerischen Jugendmigrationsdienste.

SCHULBEZOGENE JUGENDSOZIALARBEIT

Durch Partizipation: Entwicklungsförderung, Adressatenorientierung und Demokratiebildung
Fachtag für Fachkräfte der Schulbezogenen Jugendsozialarbeit

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ejsa Bayern und Diakonie Bayern laden Fachkräfte der Schulbezogenen Jugendsozialarbeit zum Fachtag am 27.04.2018, Nürnberg, Südstadtforum ein! Skills für eine gute Zukunft von jungen Menschen: Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaftssinn -
JaS, Schulsozialarbeit und OGTS sind ein perfekter Ort, diese Skills zu fördern. Partizipation und Beteiligung sind dabei ein maßgeblicher Weg zum Ziel. Durch Partizipation und Beteiligung gelingt aber noch viel mehr:
Sie schaffen bessere Angebote: Die Kinder und Jugendlichen gestalten ihre Lebenswelt mit, engagieren sich und übernehmen Verantwortung.
Dieser Fachtag ermöglicht selbst Partizipation und Kreativität: Unterstützt von Inputs und Good-practice- Beispielen soll als open-space Partizipation und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen diskutiert und im Arbeitsbereich Schulbezogene Jugendsozialarbeit weiterbefördert werden.

Bedarfsgerechte Ganztagsangebote in Bayern?
Bilanz und Perspektiven

Am 24.Juli 2018 ziehen in Nürnberg in einer gemeinsamen Tagung die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege, die LAG Jugendsozialarbeit und der BJR Bilanz zum bedarfsgerechten Ausbau der Ganztagsangebote in Bayern. Wie können bei dem weiteren qualitativen und quantitativen Ausbau der Ganztagsangebote die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen stärker als bisher berücksichtigt werden? Verantwortliche aus den Verbänden und Organisationen der freien Wohlfahrtspflege, der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit gehen ins Gespräch mit Politik und Verwaltung.

Impulsreferat: Prof. Dr. Thomas Rauschenbach,
Deutsches Jugendinstitut, München

Diskussionsgrundlage: Thesenpapier „Bedarfsgerechte Ganztagsangebote in Bayern“ der Freien Wohlfahrtspflege Bayern, des Bayerischen Jugendrings und der LAG Jugendsozialarbeit Bayern / (link zum Thesenpapier).

24. Juli 2018, 10 bis 17 Uhr
Tagung der LAG der freien Wohlfahrtspflege in Bayern, des Bayerischen Jugendrings und der LAG Jugendsozialarbeit
Nürnberg, Caritas-Pirckheimer-Haus
Anmeldung ab sofort möglich unter
http://www.caritas-bayern.de/verbaende_ganztag_2018

Sie erhalten anschließend weitere Informationen zum Programmablauf.

GESELLSCHAFTSPOLITISCHE JUGENDBILDUNG (GPJ)

Was macht eine Referentin für Gesellschaftspolitische Jugendbildung (GPJ)
ganz konkret vor Ort, z.B. in Nürnberg?

Ein Beispiel: Heute Vormittag bin ich in meinem Büro im eckstein und plane die Eröffnung einer Ausstellung, die schon in wenigen Tagen beginnt. Die Künstler*innen? 14 Jugendliche, geboren in neun verschiedenen Ländern. Seit einem Jahr begleite ich diese Jugendgruppe gemeinsam mit meinem Kooperationspartner, dem Verein für sozialpädagogische Jugendbetreuung (VSJ).
Sie hat sich bei einer Workshopwoche in den Osterferien zusammengefunden. Dort haben sie gemeinsam mit uns und drei Expert*innen jeweils für Videodreh, Theater oder Graffiti Kunstwerke gegen Vorurteile angefertigt. Die Jugendlichen haben sich so gut verstanden, dass sie seitdem weiter gemeinsam etwas erleben wollen. Sie lassen sich ausbilden zu „Botschafter*innen für Vielfalt“. Gemeinsam waren wir deswegen letztes Jahr zum Beispiel in Frankfurt, wo die Jugendlichen u.a. ein Biographie-Seminar besuchten. Gefördert wird das Ganze durch das Bundesprojekt „Empowered by Democracy. Denn die Stellen der GPJ sind eingebunden in das bundesweite Netzwerk der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et). Hier erhalten wir sowohl qualitative Fortbildungen als auch Fördergelder aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes für unsere Arbeit im Netzwerk an den Standorten Nürnberg, Hof und München. Zurück zu meinem Vormittag: Ich kontaktierte heute schon die Presse, damit sie über die Ausstellung berichtet. Zudem lud ich so viele Menschen wie möglich, die ich aus den verschiedensten Netzwerken meiner Arbeit kenne, zur Vernissage ein. Ich erreichte ein paar der jungen Teilnehmenden – am besten über WhatsApp – und erinnerte sie an unser Vortreffen übermorgen. Dann erstellte ich am PC Plakate, die die Ausstellung erläutern. Das muss ich aber zum Glück nicht immer selbst machen. Für größere Veranstaltungen steht uns die Graphikerin der Evangelischen Jugend Nürnberg (ejn) zur Verfügung. Mit ihr treffe ich mich gleich.
Sie hat Flyer für die Jugend-Veranstaltung der interreligiösen Dialogwochen im Mai erstellt. In einem interreligiösen Netzwerk planen wir nämlich zwei Veranstaltungen: eine Abendveranstaltung, bei der junge Muslime und Christen in der Öffentlichkeit zu einem Schreibgespräch einladen und im Herbst eine interreligiöse Jugend-WG. Gemeinsam Wohnen auf Zeit. Den Alltag und das WG-Leben miteinander teilen und gestalten und gemeinsam Fragen nachgehen, wie etwa: was hält unsere Gesellschaft zusammen? Dafür gilt es in den nächsten Wochen das Netzwerk zu vergrößern, weitere religiöse Gruppen und Jugendliche einzubinden und gemeinsam die Woche des gemeinsamen Lebens vorzubereiten.

Wissen Sie was das Schönste an unserer Arbeit in der GPJ ist? Jeder Tag ist anders! Morgen stehen schon wieder ganz andere Termine und Begegnungen mit Menschen auf dem Plan. Und fragen Sie erst einmal meine Kolleg*innen Daniela Flachenecker in Nürnberg, Christian Schlademann in Hof und demnächst auch Johannes Scholz-Adam in München...

Dorothee Petersen
Referentin für Gesellschaftspolitische Jugendbildung der ejsa Bayern e.V. bei der evangelischen Jugend Nürnberg (ejn)

„BNE trifft JSA“- Gelingende Kooperation zwischen Jugendsozialarbeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung“ - 02.03.2018, München

Im Rahmen des Förderprogrammes „BNE trifft JSA“ der ejsa Bayern wird am 02.03.2018 die Fortbildung „BNE trifft JSA“- Gelingende Kooperation zwischen Bildung für nachhaltige Entwicklung und Jugendsozialarbeit“ stattfinden. Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte der Jugendsozialarbeit und der Bildung für nachhaltige Entwicklung/Umweltbildung, die sich wünschen eine bereichernde Kooperationsbeziehung zu möglichen Partnern aufzubauen. weiter lesen Durch Beispiele aus der Arbeitspraxis aber auch durch das Erarbeiten von sinnvollen Strategien und Handlungsweisen soll ein gewinnbringendes gemeinsames Gestalten gefördert werden.
Kooperationen und Absprachen mit neuen Partnern können oft herausfordernd sein und entstehen nicht immer freiwillig. Die Zusammenarbeit kann sehr zögerlich und fordernd sein, es können viele Bedenken bestehen oder Ziele, Zuständigkeiten und Erwartungen werden nicht ausreichend kommuniziert. Eine gelingende Kooperationsbeziehung lebt unter anderem von einer wertschätzenden Haltung dem Kooperationspartner gegenüber, der Einigung auf gemeinsame Ziele und Handlungsstrategien sowie einer transparenten und offenen Kommunikation. Dies gilt vor allem, wenn zwei Arbeitsfelder aufeinander treffen, die sich in ihrer jeweiligen Arbeitsweise und Zielsetzung noch nicht gut kennen.
Dieser Workshop soll Gelegenheit geben, Stolpersteine und Schwierigkeiten aufzulösen und an gelingenden Kooperationsbeziehungen zu arbeiten, sodass die teilnehmenden Fachkräfte mit neuen Ideen und Lösungsmöglichkeiten gestärkt werden und mit frischem Schwung und Motivation ihre Ideen umsetzen können. Im Austausch mit KollegInnen und durch Input aus der Praxis können neue Projektideen und Wege zu einem tragfähigen Netzwerk innerhalb der Arbeitsbezüge aber auch zu lokalen Akteuren entstehen.

FORTBILDUNGEN UND TERMINE

Fortbildungen für Mitarbeitende der Jugendsozialarbeit
Aktuelle Fortbildungen

Weitere Informationen unter www.ejsa-bayern.de/fortbildung
Ganz besonders möchten wir Sie auf „positive peer culture“ hinweisen als eine besonders wertvolle Arbeitsweise mit jungen Menschen zur Förderung von Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit und Gemeinschaftssinn im Sinne der SJS-Fachtagung s.o.

01.03. Nürnberg „Grenzen setzen“ im Alltag von OGS und SJS
02.03. München BNE trifft JSA - gelingende Kooperation zwischen Bildung für
nachhaltige Entwicklung und Jugendsozialarbeit
08. - 09.03. Pappenheim Positive Peer Culture
14.03. Nürnberg Haushalts- und Zuwendungsrecht
21.- 22.03. Pappenheim „Nein sagen“ und „Nein meinen“ in Zeiten fast grenzenloser
Ansprüche von außen
13.04. Nürnberg Junge Geflüchtete und Traumatisierung
(Wiederholung wegen großer Nachfrage)
17.04. Nürnberg Schuldnerberatung
08.05 Nürnberg ICF-Diagnostik für die Jugendsozialarbeit

AUS DER GESCHÄFTSSTELLE der LAG Jugendsozialarbeit Bayern

„Innovation und Qualität in der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit (AJS)“ am 25.10.2018 in Nürnberg LAG-Fachtag 2018: Save The Date

Die LAG JSA Bayern veranstaltet jährlich einen Fachtag, der sich mit einem aktuellen Thema an die Fachöffentlichkeit der Jugendsozialarbeit wendet. Die Veranstaltungen dienen der Wissensvermittlung, der Vernetzung und sollen zur Weiterentwicklung der Jugendsozialarbeit in Bayern beitragen. Für das Jahr 2018 ist ein Fachtag geplant, der sich speziell an Verbände, Träger, Einrichtungen und Kooperationspartner der AJS in Bayern richtet.
Die Vorbereitung der Veranstaltung am Donnerstag, den 25.10.2018 (ca. 9.30 bis 16 Uhr) läuft unter dem Arbeitstitel „Innovation und Qualität in der AJS“. Wir möchten Sie bereits heute auf den Termin aufmerksam machen und freuen uns auf Ihre Beteiligung. Die Einladung zum Fachtag (mit Programmablauf) erfolgt voraussichtlich nach Pfingsten.

Jugendberufsagenturen in Bayern
Empfehlungen zur qualitativen Ausgestaltung – Beiratsbeschluss der Regionaldirektion Bayern

Im Jahr 2014 hat der Landtag die Staatsregierung aufgefordert, ein Konzept für die im Koalitionsvertrag auf Bundesebene zwischen CDU/CSU und SPD vereinbarte flächendeckende Einrichtung von Jugendberufsagenturen vorzulegen. Bereits 2015 kündigte die Staatsministerin Emilia Müller an, die flächendeckende Einführung von „Arbeitsbündnissen Jugend und Beruf“ voranzutreiben und Elemente der Jugendberufsagenturen im Rahmen der „Allianz für starke Berufsbildung in Bayern“ zu realisieren. Nun sind die vom Beirat der Regionaldirektion Bayern initiierten und von einem Lenkungskreis erarbeiteten Empfehlungen zur Etablierung und qualitativen Weiterentwicklung von Jugendberufsagenturen in Bayern beschlossen und veröffentlicht (24.11.2017). Bei der flächendeckenden Einführung von Jugendberufsagenturen in Bayern soll die qualitative Ausgestaltung der Kooperation vor Ort im Fokus stehen, um insbesondere benachteiligte junge Menschen mit den Ressourcen der unterschiedlichen Sozialleistungsträger bestmöglich zu unterstützen. Die Empfehlungen sind zur zum Download auf den Seiten der LAG JSA Bayern abrufbar: http://lagjsa-bayern.de/jugendberufsagenturen-in-bayern-empfehlungen-zur-qualitativen-ausgestaltung-von/

ejsa-Newsletter, Ausgabe Dezember 2017

EJSA BAYERN – ALLGEMEIN

Wechsel im BBJH- Landesreferat
Abschied und Neuanfang
Die ejsa Bayern konnte sich zwar seit Monaten darauf vorbereiten, dass die Landesreferentin Michaela Truß-Bornemann entschieden hat, sich beruflich anders zu orientieren. Dennoch steht der ejsa und dem gesamten Team, vor allem aber dem Arbeitsfeld BBJH nun zum Jahresende ein erheblicher Verlust und gleichzeitig ein Neuanfang bevor. Michaela Truß-Bornemann hat ihre Aufgaben bei der ejsa Bayern im Juli 2014 übernommen, sich enorm rasch in die komplexen und herausfordernden Themenstellungen eingearbeitet, Strukturen und Probleme erkannt und mit Bravour die zahlreichen und teils extrem müheseligen Zusammenhänge aufgegriffen. Dabei mussten die in diesem Arbeitsfeld zwar üblichen, aber dennoch originellen Herausforderungen gemeistert werden, wofür ihr nicht nur Dank sondern auch große Anerkennung gebührt. Dazu gehören auch ihre Verdienste um einige sehr komplexe und neue Wege beschreitende Projekte, die sie initiiert und betreut hat:

Das Projekt „Kompetenzzentrum ASA hoch 3“, das das neue Instrument Assistierte Ausbildung zum Anlass genommen hat, hierzu eine jugendhilfekompatible Weiterentwicklung zu erproben, was mit dem Modell „ASA-Bau“ gelungen zu sein scheint. Und das „Projekt Brückenbauer“, 2015 auf dem Höhepunkt der Geflüchtetenzuwanderung konzipiert und mit landeskirchlichen Sondermitteln aus dem Topf der AG Herberge finanziert. Alle diese Projekte haben mehrere Standorte der BBJH von Anbeginn an einbezogen, sind meist immer noch erfolgreich tätig und werden sogar noch weiter geführt und ausgewertet. Diese Beispiele –es wären noch weitere zu nennen- machen deutlich, wie rasch, intensiv und engagiert sich Michaela Truß-Bornemann in das Arbeitsfeld BBJH hinein begeben hat und wie sie auch die kirchlichen Strukturen, die sie schon vor der ejsa-Zeit gut kannte, bei der Konzeption und bei der Projektierung dieser Projekte kreativ einbezogen hat. Ihr ist es zu verdanken, dass es mit der BBJH auch in den letzten drei Jahren gut weiter gegangen ist, nicht zuletzt weil sie auch die LAG Jugendsozialarbeit Bayern als Beauftragte für das Arbeitsfeld AJS trägerübergreifend vertreten und sich dabei einen fachlich kompetenten Ruf erworben hat, den es vor allem zuletzt im Lenkungskreis zur Einführung von Jugendberufsagenturen in Bayern auch gebraucht hat.
Deshalb sagt das gesamte ejsa-Team DANKE und wünscht bei der Zielbestimmung, Orientierung sowie beim Rucksackpacken (auch mit einer deftigen Brotzeit!) für die neuen Wege „Alles Gute“!

Ab Januar 2018 begrüßen wir dann unsere neue Landesreferentin für die BBJH Katja Schäfer. Sie wird sich im Rahmen ihrer Einarbeitung zuerst einen Überblick über die BBJH bei der ejsa verschaffen und sicher auch einige Einrichtungen besuchen, bevor dann gleich Anfang Februar 2018 die landesweite Fachtagung BBJH mit den vorgeschalteten Berufsgruppenforen stattfinden wird. Katja Schäfer ist 1981 in Schweinfurt geboren, Dipl. Heilpädagogin/Pädagogin und Master Sozialmanagement, hat in verschiedenen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe in Bayern berufliche Erfahrungen gesammelt und war zuletzt bei Kolping München für berufsbezogene Maßnahmen in leitender Position zuständig. Wir freuen uns auf die neue Kollegin und sind uns sicher, dass auch durch ihr Wirken die bewährten Angebote in der BBJH weiter geführt, aber auch das gesamte Arbeitsfeld weiter entwickelt wird. Dass es hierbei auf einen raschen und guten Kontakt zu den Trägern und Einrichtungen in der BBJH ankommt, wissen alle in der ejsa und deshalb steht dieser Aspekt im Frühjahr 2018 auch ganz oben auf der Agenda.
Beiden wünschen wir deshalb einen guten Start ins neue Jahr mit neuen Perspektiven, viel Erfolg für alles, was vor ihnen liegt und Gottes Segen!

Baustellen der Jugendsozialarbeit“
ejsa-Stand auf der Consozial 2017
Unter dem Motto „Baustellen der Jugendsozialarbeit“ präsentierte sich die ejsa Bayern in diesem Jahr vom 7.-8. November auf der Consozial in Nürnberg und stellte sich und ihre Arbeit einem breiten Publikum der Sozialen Arbeit und der Sozialwirtschaft vor. Schon von weitem machten die ejsa-Mitarbeitende mit ihren orangen Bauwesten auf sich aufmerksam und wurden zum gelungenen Blickfang für die Messebesucher. Ausgangspunkt war die Präsentation des Pilotprojektes „Berufschance Bau“, in dem eine branchenbezogene Assistierte Ausbildung in Kooperation mit dem Landesverband der Bayerischen Bauinnung umgesetzt wird. Im Rahmen einer Baustellenbrotzeit, zu der die ejsa am ersten Messetag in der Mittagszeit an ihren Stand eingeladen hatte, ergaben sich vielfältige Gespräche zu den Themenbaustellen, an denen aktuell in der ejsa gearbeitet wird. Für das Catering sorgten in professioneller Weise Auszubildenden im Bereich Hauswirtschaft der Berufshilfe Fürth, einer Einrichtung der BBJH. Wie in den vergangenen Jahren kooperierte die ejsa Bayern am Stand mit der BAG Ejsa und dem KDA Bayern und machte damit die Verbindungen zur Bundesebene und in die Ev. Landeskirche hinein deutlich. Beiträge im Messe-Rahmenprogramm und Kongressprogramm rundeten die Aktivitäten der ejsa Bayern auf der Consozial in diesem Jahr ab. In Kooperation mit Sabine Wunderlich von der ejsa Regensburg präsentierte Landesreferentin Deane Heumann interessierten Messebesuchern in der Jobinfobörse das Arbeitsfeld der Jugendsozialarbeit mit seinen beruflichen Perspektiven. Einen Ein- und Überblick in das Pilotprojekt „Berufschance Bau“ erhielten die Kongressbesucher in der Veranstaltung „Bauwirtschaft meets Jugendsozialarbeit“, die von Landesreferentin Michaela Truß-Bornemann gemeinsam mit Olaf Techmer als Vertreter des Kooperationspartners Landesverband Bayerischer Bauinnungen durchgeführt wurde.

ARBEITSBEREICH BERUFSBEZOGENE JUGENDHILFE

„Kompetenzzentrum Assistierte Ausbildung“
Modellprojekt kommt zum Abschluss
Drei Jahre nutzte die ejsa Bayern mit dem Modellprojekt „Kompetenzzentrum Assistierte Ausbildung“ die Chance, die bundesweite Einführung der Assistierten Ausbildung als neuen Ansatz zur Ausbildungsbegleitung für und mit den Einrichtungen der BBJH zu begleiten. Möglich wurde dies durch Sondermittel der Ev. Landeskirche Bayern. Umgesetzt wurde das Projekt in Kooperation mit der Ejsa Rothenburg. Am Ende dieses Jahres findet es nun seinen Abschluss. Zahlreiche, gute und wichtige Erfahrungen konnten gesammelt werden, die in der aktuell erschienenen Projektdokumentation festgehalten worden sind. Diese ist ab sofort in der Geschäftsstelle erhältlich. Insbesondere das Kooperationsprojekt „Berufschance Bau“, das gemeinsam von ejsa Bayern und dem Landesverband der Bayerischen Bauinnungen entwickelt und von der Agentur für Arbeit unterstützt wird, ist ein großer Erfolg des Modellprojektes. Seit Herbst 2016 werden darin junge Auszubildende im Baubereich und die Ausbildungsbetriebe an drei Standorten in Bayern mit einem branchenbezogenen und jugendhilfegerechten Ansatz der Assistierten Ausbildung unterstützt. Eine projektbegleitende Evaluation, die vom Institut für Praxisforschung und Evaluation der Ev. Hochschule Nürnberg durchgeführt wurde, bewies schon nach einem Jahr Laufzeit die positiven Wirkungen dieser Umsetzungsform der Assistierten Ausbildung. Neue Ausbildungsplätze für die Zielgruppe der jungen Menschen mit besonderem Förderbedarf konnten generiert, Ausbildungsverläufe stabilisiert und Unterstützung bei persönlichen Problemlagen angeboten werden. Ein schöner Erfolg!
Somit steht für die ejsa Bayern zum Abschluss des Modellprojektes fest: die Idee der Assistierten Ausbildung bietet sehr gute Chancen zur beruflichen und sozialen Integration für einen Teil der Zielgruppe sozial benachteiligter junger Menschen. Sie kann Angebote in den Jugendwerkstätten sinnvoll ergänzen. Ersetzen kann sie diese aber nicht.
Zum Ende des Modellprojektes bezieht die ejsa Bayern noch einmal fachlich Stellung und klinkt sich damit in den aktuell beginnenden Diskussionsprozess auf Bundesebene zur Perspektive der Assistierten Ausbildung ein. In einem Positionspapier wird skizziert, wohin sich die Assistierte Ausbildung aus unserer Sicht in Zukunft weiterentwickeln muss, um ihrem Anspruch eines flexiblen und individuellen Unterstützungsansatzes wirklich gerecht werden zu können. Weitere Infos hierzu unter: http://ejsa-bayern.de/projekte/projekt-ausbildung-hoch-3/

ARBEITSBEREICH MIGRATIONSBEZOGENE JUGENDSOZIALARBEIT/ JMD

Ein Jahr nach der Zielgruppenöffnung – Bestandsaufnahme der Jugendmigrationsdienste (JMD) in Bayern!
und… „Was ist weiter entfernt? Der Mond oder Frankreich?“
Seit 1. Januar sind die Jugendmigrationsdienste faktisch für alle Migrantinnen und Migranten zwischen 12 und 27 Jahren zuständig - auch für junge Geflüchtete. Eine Zielgruppenöffnung für die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend allerdings keine zusätzlichen Geldmittel zur Verfügung stellt. Der Druck auf die Fachkräfte ist deshalb nach wie vor unvermindert sehr hoch:
Was ist?
Tazkira und Identitätsklärung, Familiennachzug, aufenthaltsrechtliche und menschenrechtliche Fragen, Anhörung, 3+2-Regelung, Care Leaver, Deutschkurse, Schule und Ausbildung, Zeugnisanerkennung, psychosoziale Unterstützung von traumatisierten jungen Menschen, Perspektivenberatung, neue Formen der Beratung und Informationsvermittlung, Arbeit mit Dolmetschern, neue Netzwerkpartner, Begleitung in Ausbildung, aufenthaltsrechtliche Situation der Eltern bei Minderjährigen, Erwartungen der Familie im Herkunftsland... Mit all diesen (teilweise) neuen Fragen und Herausforderungen sind die Fachkräfte in den Jugendmigrationsdiensten und die Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene nicht erst seit Anfang dieses Jahres konfrontiert.
Was braucht´s?
Für die Arbeit mit der neuen Zielgruppe braucht es laufend neues Rechtswissen, neue Kooperationen und Netzwerke mit Ehrenamtlichen, mit Rechtsanwälten, mit den BIK-Klassen in den Berufsschulen, mit psychosozialen Beratungszentren und Vieles mehr. Schnittstellen- und Aufgabenklärungen sind notwendig… und es braucht vor allem …ZEIT! … für die neue Zielgruppe und für die bisherigen Zielgruppen, für die verdreifachte Zahl von Integrationskursen, die gemäß § 45 Aufenthaltsgesetz begleitet werden müssen. Diesen Anforderungen gerecht zu werden, schlichtweg unmöglich!
Was bleibt?
Frust, Wut, Burn out und Überforderung der Fachkräfte, eine schrittweise Einschränkung des Angebotes der Jugendmigrationsdienste und viele unbegleitete junge Menschen, deren Integrationschancen auf Bildung und Ausbildung MIT den Jugendmigrationsdiensten und mit besseren Zugängen in Bildung und Ausbildung viel besser gelänge.
Was bleibt noch?
… ein fader Beigeschmack…, denn INTEGRATION fängt insbesondere in der Begleitung und Unterstützung der jungen Menschen an. Integration heißt beheimaten, Selbstbefähigungsprozesse zu unterstützen, Teilhabe zu ermöglichen und Unterstützung und Beratung in allen Fragen der sozialen, schulischen und beruflichen Integration zu geben. Wird diese in nicht ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt, entstehen häufig Perspektivlosigkeit, Zukunftsängste, Desintegration und vieles mehr.
Was nun?
Wie könnten diese Negativerfahrungen vermieden werden? Was brauchen die jungen Menschen wirklich?
Das Naheliegende!… bestmöglich ausgestattete integrative Angebote, wie z.B. die der Jugendmigrationsdienste, die junge zugewanderte Menschen befähigen, Teilhabe ermöglichen und sie zudem stark machen gegen extremistische Propaganda und Menschenfänger. Unsere Forderung bleibt also aktuell: Dafür müssen die Jugendmigrationsdienste bedarfsgerecht ausgebaut werden!

SCHULBEZOGENE JUGENSOZIALARBEIT (SJS)

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Ganztag, Hort und HPT- Parallele Angebote gemeinsam denken!
Rückblick auf einen Fachtag am 11.11.2017, der Ausblicke eröffnet
Am 11.11.2017 trafen sich Verantwortliche Akteure aus den Verbänden unter dem Dach von evangelischer Kirche und Diakonie im CVJM in Nürnberg, um jenseits von Angebotsstrukturen und Verortungen in einen zukunftsfähigen Austausch zu treten. Der Fachtag stieß auf große Resonanz: 105 Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten Freizeitaktivitäten eines Samstags gegen Vortrag und Diskussion zu ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangeboten. „Dass sich ein Verband in diesen breiten Austausch der Angebotsformen begibt, ist bisher einzigartig…“ betonte Michael Rißmann (StMBW). „Wir werden uns der Themen, die der Fachtag aufgeworfen hat weiter annehmen“ Darin waren sich Sandra Schuhmann (Fachvorständin Diakonisches Werk Bayern) und Mathias Tilgner (Pädagogischer Direktor ELKB) einig. Doch hier nun von Anfang an: (weiter lesen-link zur Dokumentation)

 

GESELLSCHAFTSPOLITISCHE JUGENDBILDUNG (GPJ)

Netzwerkstelle in der ejsa-Geschäftsstelle zu besetzen
Bewerbungsfrist bis 15.12.2017
Bis zum 15.12. läuft noch die Bewerbungsfrist für die Netzwerkstelle in der gesellschaftspolitischen Jugendbildung. Sonja Gaja, die bisherige Stelleninhaberin, ist inzwischen im Mutterschutz und geht danach in die Elternzeit. Sie wird zum Frühjahr 2018 in der GPJ andere Aufgaben übernehmen. Es liegen bereits etliche qualifizierte Bewerbungen für diese interessante Stelle vor. Noch kann man sich bewerben – die Gespräche werden auf Grund der Weihnachtspause erst im Januar 2018 stattfinden.

Neue Projekte gestartet:
„Engagement in Deutschland“/ Fürstenfeldbruck/München und „Jugendliche aktiv gegen Vorurteile“/ Nürnberg
Im Rahmen des Bundesprojekts „Empowered by Democracy“ starteten im Herbst wieder Projekte für junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund. In Nürnberg setzen sich Jugendliche aus dem betreuten Wohnen mit und ohne Fluchthintergrund mithilfe drei unterschiedlicher Methoden (Videos, Theater, Graffiti) mit dem Thema „Vorurteile und Vielfalt“ auseinander. Die Ergebnisse werden sie öffentlich präsentieren. Die jungen Leute aus (de)zentralen Unterkünften in Fürstenfeldbruck setzen sich aktiv mit unterschiedlichen Formen bürgerschaftlichem Engagements auseinander, beispielsweise bei der Feuerwehr, in der Landschaftspflege und in der Kommunalpolitik. Dazu kommt neben Exkursionen je ein Vertreter des Bereichs zu den jungen Menschen und diskutiert mit ihnen. Anschließend gibt es die Gelegenheit, Inhalte mit neuen Medien zu verarbeiten, beispielsweise Kurzfilme darüber zu drehen. Die Reihe findet mit den bewährten Kooperationspartnern Landratsamt Fürstenfeldbruck und Medienzentrum München statt.

Erfahrungsaustausch 2017
11 Erfolgsgeschichten aus dem Umweltprojekt
Mit dem alljährlichen Erfahrungsaustausch zu den Projekten der Umweltbildung/BNE neigt sich das Förderjahr 2017 dem Ende zu. Eingeladen waren Fachkräften aus den Projekten, Mitglieder des Projektbeirates, Vertretende der Regierungen und des bayerischen Umweltministeriums, um sich zu den Erfolgen aber auch den Herausforderungen, die sich im Lauf des Projektjahres einstellten, auszutauschen. Aus insgesamt 11 abgeschlossenen Projekten wurde lebhaft berichtet - von Tauschveranstaltungen, von selbstgepflückten und eingekochten Erdbeeren, von begehbaren Musikinstrumenten, von der Dynamik der Teilnehmenden, von Herausforderungen bei Prozessen der Entscheidungsfindung und dem Arbeiten mit der Film-, Foto- oder Smartphone-Kamera.
Die Begeisterung und die Wertschätzung, mit denen von den gesammelten Erfahrungen und vielfältigen Eindrücke erzählt wurde, waren spürbar. In der Zusammenschau der Projekte, wurde deutlich, wie hervorragend Jugendsozialarbeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung ineinander greifen. Jugendliche können sich selbst „anders“ erleben: „wir können kreativ sein, wir können ein sinnvolles Projekt aufbauen, wir können mitgestalten!“ Und damit werden sie auch von den Fachkräften und ihrer Umwelt kompetent erlebt. Die Fachkräfte waren jedenfalls begeistert von ihren „tollen“ Jugendlichen.
Der Nachmittag war gefüllt mit einem kurzweiligen und informativen Workshop zu digitalen Medien als Zugang zu den jungen Menschen und als Mittel, um Bildungsinhalte der BNE zu transportieren. Welche vielfältigen Möglichkeiten und Potenziale sich dabei öffnen, brachte Kathrin Walter von SIN: Studio im Netz e.V. den Teilnehmenden nahe. Dass Medien nicht nur für junge Menschen einen spannenden Lernzugang darstellen, ließen die vielen Fragen und die Begeisterung beim Ausprobieren erkennen.
Für alle Beteiligten ist der Austausch zu den gesammelten Erfahrungen und den unterschiedlichen Herangehensweisen ein wichtiger Bestandteil des Projektjahres und zeigt, dass nicht nur die jungen Menschen, sondern auch die Fachkräfte immer wieder spannende Lernerfahrungen machen, indem sie sich auf neue Inhalte, Methoden oder auch ungeahnte Verbündete einlassen.

FORTBILDUNGEN UND TERMINE

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„Integration durch Jugendsozialarbeit“
Fachtag der ejsa Bayern e.V. zur Mitgliederversammlung am 7.5.2018 in Nürnberg
Die wirtschaftliche Lage in Bayern ist gut und viele Ausbildungsstellen können nicht besetzt werden. Alles bestens also?
Nein, denn eine gleichbleibend große Gruppe an jungen Menschen in Bayern profitiert von der guten wirtschaftlichen Entwicklung nicht.
Dies muss mit diesem Fachtag als jugendpolitische Herausforderung im Blick auf die Landtagswahl ein deutliches Gewicht bekommen.
Programm unseres Fachtags:
Jugendpolitischen Herausforderungen im Fokus:
Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim und Mitglied der Sachverständigenkommission zum 15. Kinder- und Jugendbericht

Jugendpolitik der Landtagsparteien in Bayern:
Jugendpolitische Sprecher*innen der Parteien - Dr. Gerhard Hopp (CSU), Herbert Woerlein (SPD), Kerstin Celina (Bündnis 90/ Die Grünen) Eva Gottstein (Freie Wähler),
Chancen zur Integration durch Jugendsozialarbeit? Blitzlichter
„Auf den Punkt gebracht“ – Jugendpolitik mit Gewicht
Vortrag interaktiv mit Günther Frosch, Textcoach München

Wir freuen uns auf ihr Kommen!

Aktuelle Fortbildungen
17.01.2018 Nürnberg Junge Geflüchtete - Verfahrensbegleitung Klage und Folgen der Klage
Referentin: RA Petra Haubner, Passau

25.01.2018 Nürnberg Junge Geflüchtete - Traumatisierungen
Referentin: Beate Leinberger,Regensburg

22.02.2018 Nürnberg Herausfordernde Kinder und Jugendliche in OGS und SJS
Referentin: Beate Leinberger, Regensburg

27.02.2018 Nürnberg Junge Geflüchtete - Integration in Ausbildung und Arbeit
Referent: Claudius Voigt, GGUA

01.03.2018 Nürnberg „Grenzen setzen“ im Alltag von OGS und SJS
Referentin: Gabi Förster, München

02.03.2018 München BNE trifft JSA - gelingende Kooperation zwischen Bildung für nachhaltige Entwicklung und
Jugendsozialarbeit
Referentin: Jessica Schleinkofer, ejsa Bayern e.V.

08. - 09.03. Pappenheim Positive Peer Culture
Referentin: Angela von Manteuffel, cjd Creglingen

Die Geschäftsstelle der ejsa Bayern macht Weihnachtspause

Vom 27.12.2017 bis 05.01.2018 bleibt unsere Geschäftsstelle geschlossen. Ab dem 08.01.2018 sind wir wieder wie gewohnt im Einsatz!

AUS DER GESCHÄFTSSTELLE der LAG Jugendsozialarbeit Bayern

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Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen in Bayern – unterschätztes Problem oder Modethema?
Der Fachtag der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Bayern am 15.11.2017 im Karl-Bröger-Zentrum in Nürnberg stellte vor allem die Zusammenhänge zwischen sozialer Lage und psychischer Erkrankung bei jungen Menschen in den Mittelpunkt. Die aktuelle Situation für Bayern schildert der Bericht zur psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen, den das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege im Jahr 2016 veröffentlicht hat: So besteht für rund jedes 4. Kind in Bayern die Diagnose einer psychischen Störung bzw. einer Entwicklungsstörung.
Je niedriger der Sozialstatus ist, in dem die jungen Menschen leben, desto höher ist das Risiko für psychische Auffälligkeiten (33,5 %). Im Vergleich dazu sind Kinder und Jugendliche mit hohem Sozialstatus nur zu 9,8 % betroffen. Familienkonflikte, Gewalterfahrungen, geringes Bildungsniveau oder Suchterkrankungen in der Familie bzw. im sozialen Umfeld zählen zu den größten Risikofaktoren für psychische Störungen bei jungen Menschen. Depressionen, Essstörungen oder Entwicklungsstörungen können die Folge sein. Die soziale Unterstützung dieser Kinder und Jugendlichen ist von zentraler Bedeutung, um die Schutzfaktoren der psychischen Gesundheit zu stärken. Dazu gehören verlässliche Angebote und Bezugspersonen in den Versorgungssystemen – im Sinne eines Versorgungskontinuums. Die Belastungsfaktoren zu erkennen und mit geeigneten Maßnahmen präventiv zu wirken, ist eine zentrale Aufgabe an den Schnittstellen von Gesundheitssystem, Sozialpsychiatrie, Arbeitsmarktintegration und Jugendsozialarbeit.
Die LAG JSA öffnete mit diesem Fachtag rund 150 Expert*innen und Praktiker*innen ein Forum für Wissensaustausch und Vernetzung. „Für eine bessere Versorgung der betroffenen Kinder und Jugendlichen müssen wir eine gemeinsame Sprache finden und eine Anti-Stigmatisierung psychischer Erkrankungen erreichen“, forderte etwa Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne (Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Universität München). link zum Artikel auf lag jsa

Neue konzeptionelle Ansätze und soziale Innovation zur Heranführung junger, sozial benachteiligter Menschen an die Arbeitswelt und Ausbildung erproben! – Projektförderung im Rahmen des ESF-Programms Bayern
Bis zum 10.1.2018 können Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe sowie Bildungsanbieter zur Umsetzung von Qualifikations- und Ausbildungsangeboten für besonders benachteiligte junge Menschen beim Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration / ESF-Verwaltungsbehörde ihr Interesse an einer Förderung bekunden. Möglich macht das ein Aufruf innerhalb des ESF-Programms „Perspektiven in Bayern-Perspektiven in Europa 2014-2020“. Mit dem Titel „Dabei sein – Heranführung“ sollen Ideen und Methoden sowie neue Herangehensweisen erprobt werden.
Es wird die Möglichkeit gegeben, innovative, für die Zielgruppe leicht zugängliche und bedarfsorientierte Projekte zu konzipieren und durchzuführen. Ziele der Förderung sind die Stabilisierung, Qualifikation und Heranführung an Ausbildung oder Arbeitswelt. Diese Projekte können als Vorstufe zur Aktion 2.1 des ESF-OP in Bayern gesehen werden. Mit dem Aufruf zu dem Innovationsprojekt hat das StMAS aufgenommen, dass ein Bedarf für niederschwellige Angebote besteht und ermöglicht den Trägern mit dem Aufruf dafür passende Methoden und Ideen zu entwickeln. Die Projekte werden anteilig aus dem ESF finanziert. Zusätzlich können Landesmittel beantragt werden. Eine Kofinanzierung durch die Jobcenter ist möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der website www.lagjsa-bayern.de oder direkt unter http://www.esf.bayern.de/aktuelles/index.php

ejsa-Newsletter, Ausgabe September 2017

EJSA BAYERN – ALLGEMEIN      

ejsa 4ever – 70 Jahre Evangelische Jugendsozialarbeit in Bayern 1947-2017
Ein „buntes“ Sommerfest feierte die ejsa bei bestem Sommerwetter. Anlass war das Jubiläumsjahr 2017. 1947 wurde sie gegründet vom bayerischen Landesjugendpfarramt und der Inneren Mission Landesverband, die damit ihre Arbeit für junge Menschen, die aufgrund von Kriegsfolgen wie Vertreibung und Flucht Hilfe suchten, etablieren und ausbauen wollte. Fast 100 Menschen waren der Einladung der ejsa am 21.7. gefolgt und es erwartete sie ein buntes Programm aus allen Arbeitsfeldern der ejsa.

Die schulbezogene Jugendsozialarbeit stellte Ihre Grundsätze dar und es wurden - vertreten durch die ejsa Regensburg und ihren Geschäftsführer Hans Fehrmann - zwei praktische Beispiele dieser Arbeit aus offener Ganztagsschule (ogs) und Jugendsozialarbeit an Schulen (Jas) vor allem für benachteiligte junge Menschen in zwei Clips plastisch vor Augen geführt. Hans Fehrmann nutzte die Gelegenheit, die neue Broschüre der ejsa Regensburg vorzustellen, mit der verschiedene Facetten schulbezogener Arbeit vor allem in den beiden Bereichen Jas und ogs dargestellt und begründet werden.

Ganz hautnah und sehr emotional wurde die individuelle Betreuungsarbeit der Jugendmigrationsdienste (JMD) im Saal an der Nymphenburger Straße präsentiert. Macarena, eine 15-jährige aus Kuba stammende Jugendliche, sang Lieder, die in wunderbarer Weise spüren ließen, welch integrative Wirkung die Arbeit der Fachkräfte in den JMD entfalten kann. Barbara Bornemann vom Münchner JMD machte dies überdeutlich.

Durch drei Clips, die in der Arbeit mit Jugendlichen produziert worden sind, wurde auch die Arbeit im Bereich gesellschaftspolitische Jugendbildung (gpj) vorgeführt. Dabei ging es um einen Rap aus dem Leben junger Menschen mit Migrationshintergrund und ein Infovideo in englischer Sprache, mit dem junge Geflüchtete sich mit dem Thema Energiesparen auseinandergesetzt haben. Letzteres entstand im Kontext des ejsa Umweltprojekts, ebenso wie ein Video, das die Entstehung eines Weidentipis dokumentiert. In einem separaten Raum wurden praktische Beispiele der GPJ Arbeit dargestellt und viele informative Gespräche konnten geführt werden.

An den vielen bunten Infowänden konnten sich die Gäste über die Arbeitsfelder informieren und auch die Fortbildungsangebote wahrnehmen, die ab September im neuen Fortbildungsprogramm angeboten werden.

Dies alles fand in einer sehr lockeren und kreativen Atmosphäre statt, die allen Teilnehmenden den Tag sehr angenehm machte. Eingeleitet wurde er durch eine Begrüßung der ejsa Vorsitzenden Sandra Schuhmann und einem politischen Statement zur Bedeutung der Jugendsozialarbeit in der aktuellen gesellschaftlichen Situation. Dr. Hans-Gerd Bauer ließ danach in seinem geistlichen Impuls aber keinen Zweifel daran, dass die bedingungslose Liebe Gottes den Blick auf unsre Gegenüber prägt und begründet. Er machte durch seine Andacht und die Lieder, die er in sehr persönlicher Weise vortrug, deutlich, wie wichtig und aktuell unsere Arbeit heute ist, die die jungen benachteiligten Menschen in den Blick nimmt.

Im Anschluss folgte dann ein von vielen als „Highlight“ bezeichnetes Geschenk, das der ejsa Bayern von einer Einrichtung der Berufsbezogenen Jugendhilfe (BBJH) gemacht wurde. Das Atelier La Silhouette aus München hatte zu Ehren der Jubilarin ejsa eine Modenschau und Performance vorbereitet, die von den jungen Frauen der Maßschneiderwerkstatt vorgeführt und sehr professionell präsentiert wurde. Ein Flyer zur Erläuterung der 8 Szenen half allen sehr schnell zu erfassen, dass es in der Tat um eine Würdigung all‘ der Eigenschaften, Dienste und Leistungen der ejsa ging, die von den Einrichtungen und Mitgliedern so geschätzt werden. (die ejsa kann’s; die ejsa macht’s; die ejsa hilft; die ejsa hält durch; die ejsa ist Mitgefühl; die ejsa zeigt Stärke, kämpft für Menschenrechte und Gerechtigkeit; die ejsa ist Zukunft; Happy end und Happy Future!)
Lang anhaltender Applaus und sogar Tränen der Rührung waren die Konsequenz, angeregt von einer künstlerisch hochstehenden Verarbeitung dessen, was aus unserer Sicht Jugendsozialarbeit ausmacht!
Seinen Ausklang fand das Fest mit einem „ejsa-Lied“, das eigens für das Jubiläumsfest gedichtet worden war. Alle Mitarbeitenden sangen -unterstützt von den Gästen- die vier Strophen zu einer eingängigen Melodie.


Das Fazit nach einem sonnig-heißen Sommertag an der Nymphenburger Straße: eine gelungene Veranstaltung, die viele inspiriert und erfreut hat. Und: es lohnt sich eben doch, inne zu halten, zurück zu blicken, Bilanz zu ziehen und sich zu orientieren, wie es weiter gehen soll - auch das kann ein Sommerfest leisten!

Neue Fortbildungen im neuen Outfit
Fortbildungsprogramm 2017 / 2018 soeben erschienen!
Das neue Fortbildungsprogramm der ejsa Bayern e.V. von September 2017 – September 2018 steht für Sie bereit. Wir freuen uns, wenn es Ihren Interessen entspricht und Sie für Ihre Arbeit passende Updates finden.

Sie bekommen die Flyer im neuen Outfit per Post. Wie immer finden Sie das Programm auch im Netz unter www.ejsa-bayern.de/fortbildung oder über den Barcode ebenfalls mit direktem Zugang zum Online-Programm.

Wie in den letzten Jahren auch lohnt es sich regelmäßig auf die Fortbildungsseite zu schauen. Wir erweitern das Fortbildungsprogramm flexibel bei aktuellen Bedarfen und wiederholen bei großer Nachfrage einzelne Fortbildungen.
Natürlich informieren wir Sie auch per eMail über weitere Angebote.
Aktuelle Fortbildungen: http://ejsa-bayern.de/die-ejsa-stellt-sich-vor/fortbildung/

Initiative der ejsa Bayern:
Abschaffung verschärfter SGB II-Sanktionen für junge Menschen unter 25 Jahren
Bei ihrer Mitgliederversammlung am 15. März 2017 befasste sich die ejsa Bayern ausführlich mit dem Thema Armut junger Menschen. Ein Ergebnis dieser Befassung war, dass die für unter 25-Jährige verschärften Sanktionierungsregeln der Jobcenter eine wichtige Rolle dabei spielen, dass vor allem junge Menschen mittellos werden, in die Armut abrutschen und vor allem an den Übergängen der verschiedenen Rechtskreise verloren gehen können. Der erweiterte Vorstand der ejsa Bayern diskutierte die Forderungen der Mitgliederversammlung und es wurde beschlossen, diese Forderung in die bundespolitische Diskussion vor der Bundestagswahl einzuspeisen, was umgehend erfolgte. Bei der Hauptausschusssitzung der BAG EJSA am 22. Juni in Kassel wurde das Anliegen der ejsa Bayern aufgegriffen, diskutiert und in den Forderungskatalog der BAG EJSA für die Bundestagswahl aufgenommen. Inzwischen ist daraus sogar eine Initiative des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit geworden, hinter das sich alle in der Jugendsozialarbeit engagierten Wohlfahrts- und Fachverbände stellen. Das Ergebnis sind ein „Zwischenruf“ mit dem Titel „Sanktionsregelungen im SGB II für unter 25-jährige entschärfen!“ und ein Hintergrundpapier „Sanktionsregelungen im SGB II: Keine Schlechterstellung junger Menschen!“.
Beide Papiere werden derzeit an die Bundestagsabgeordneten gespielt und es sollen Gespräche vor allem mit Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion stattfinden, weil der Widerstand gegen eine Abschaffung verschärfter Sanktionen dort am größten war.
Die Papiere sind nun verwendbar und wir stellen sie mit diesem Newsletter auf unserer homepage zur Verfügung; sie sollten umgehend in die Diskussionen mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und solchen, die es werden wollen, einfließen.

ARBEITSBEREICH BERUFSBEZOGENE JUGENDHILFE (BBJH)

Evangelische Berufsbezogene Jugendhilfe BBJH – Notwendige Entwicklungen und Steuerungen bis zum Jahre 2020
Auf Einladung der ejsa trafen sich Anfang Juli 11 Trägervertreter der 17 BBJH Einrichtungen zu einer bayernweiten Trägerkonferenz, um sich über die aktuelle Lage der Einrichtungen auszutauschen und die neuesten Informationen über die finanzielle Förderung sowohl durch die evangelische Landeskirche als auch über den Freistaat Bayern zu erfahren. Die Unsicherheit ist groß bei den Trägern. Die sozial benachteiligten jungen Menschen, die bei den BBJH Einrichtungen ankommen, benötigen immer mehr sozialpädagogische Unterstützung, um eine berufliche Qualifizierung oder gar eine Ausbildung anzutreten. Die Finanzierung dieser Angebote hingegen verändert sich. So berichtete Klaus Umbach, Geschäftsführer der ejsa, über den derzeit stattfindenden Profil- und Konzentrationsprozess der Evangelischen Kirche Bayern (ELKB). Die institutionelle Förderung der ELKB ermöglicht seit Jahrzehnten in erheblichem Maße die erfolgreiche Arbeit mit den jungen Menschen und ist eine feste Säule in der notwendigen Mischfinanzierung. Die zuständige Mitarbeiterin der ejsa für Förderfragen, Sabrina Rudlof, wies darauf hin, dass sich die Anzahl der Jugendwerkstätten in evangelischer Trägerschaft seit 2007 von 23 auf 17 verringert hat.

Alle Angebote müssen rechtskreisübergreifend finanziert werden, was eine entsprechende Komplexität bedeutet. Ein verlässlicher Partner ist der Freistaat Bayern mit seinem Förderprogramm Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit, das bis 2020 konzipiert ist und auch mit Mitteln aus dem bayerischen ESF ausgestattet ist. Die Trägervertreter erhielten daher einen umfassenden Vortrag der Europareferentin des Diakonischen Werk Bayern Kathrin Linz-Dinchel über die Kohäsionspolitik der EU ab 2020. Klar ist im Moment nur, dass sich in der EU-Politik ab 2020 einiges verändert wird, auch in Bayern.
Die Landesreferentin der ejsa für die BBJH, Michaela Truß-Bornemann, zeigte die ersten Ideen auf, wie die ejsa die Träger und Einrichtungen vor Ort in diesem Veränderungsprozess unterstützen wird.
Einig waren sich am Ende des Tages alle: die jungen Menschen, die die BBJH benötigen, wird es weiterhin geben und alle Träger werden sich auf den Weg machen, sich den Herausforderungen zu stellen, um für die sozial benachteiligten jungen Menschen da zu sein.

ARBEITSBEREICH MIGRATIONSBEZOGENE JUGENDSOZIALARBEIT (JMD)

Zuwanderungs- und Ausländerbestandszahlen für 2016 steigen weiter an– trotz abnehmender Flüchtlingszahlen.
Ausbau der Jugendmigrationsdienste in Bayern so notwendig wie noch nie!
Nach den aktuell veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes waren zum Jahresende 2016 im Ausländerzentralregister (AZR) bundesweit ca. 10 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit erfasst. „Das ist die höchste jemals in Deutschland registrierte Zahl seit der Errichtung des AZR im Jahr 1967. Seit 2014, das heißt in den Jahren 2015 und 2016, hat die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer um 1,886 Millionen zugenommen (+ 23,1 %). In Bayern zogen demnach im Jahr 2016 392.345 Ausländer aus dem In- und Ausland zu. 2015 waren dies noch 368.482 Menschen. Die Ausländerbestandszahlen stiegen von 1,577 Mio. (2015) auf 1,717 Mio. (2016) Menschen in Bayern. Damit belegt Bayern im bundesweiten Ranking Platz 2. Die aktuellen Zahlen des statistischen Bundesamtes bieten neben dem Überblick zu den Entwicklungen in Bund und Ländern ebenso Detailauskünfte (siehe www.destatis.de )

Es kommen insbesondere junge Menschen
Angesichts dieser Entwicklungen und der damit weiterhin hohen Bedarfe insbesondere für benachteiligte junge Migrantinnen und Migranten fordert die Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern – gemeinsam mit der LAG Jugendsozialarbeit und der Freien Wohlfahrtspflege - dringend den flächendeckenden und bedarfsgerechten Ausbau der Jugendmigrationsdienste - bundesweit und in Bayern. Denn aktuell belegt Bayern im Ländervergleich bei der Ausstattung mit Jugendmigrationsdiensten bundesweit Rang 16.
Der Bedarf ist angesichts dieser Zahlen weiterhin ungebrochen hoch, denn es kommen insbesondere junge Menschen nach Bayern, die in ihrer schulischen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration hohe Beratungs- und Unterstützungsbedarfe haben. Auch fängt jetzt erst die große Integrationsleistung an: im Erlernen der deutschen Sprache, in die Schule, in die Entwicklung einer beruflichen Perspektive, in den Stadtteil, in den Verein, in eine eigene Wohnung, in der Weiterentwicklung ihrer Identität und der Identifikation mit der deutschen Gesellschaft…

Kapazitäts- und Belastungsgrenzen der Fachkräfte seit langem überschritten
Woher kommt das?

Hier einige Fakten dazu:

  • Anhaltend steigende Fallzahlen2011 – 2016: Vervierfachung der Beratungsfälle/ Verdopplung der Case Management-Fälle in den bayerischen JMD) 
  • Stetig wachsende Komplexität der Beratungsarbeit und Zunahme von Multiproblemlagen
  • Schwierige soziale Verhältnisse vor Ort z.B. Wohnungsnot/ Unterbringungssituation
  • Lange Wartezeiten im JMD von bis zu vier Wochen für die jugendlichen Klient-/innen
  • Verkürzung der Dauer der Beratungsgespräche (vermehrt „schnelle“ Beratung, weniger intensive Einzelfallbegleitung im Case Management)
  • Starker Anstieg des Unterstützungsbedarfs für die Zielgruppe der ehemals unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die volljährig geworden sind, und damit aus der Zuständigkeit der Jugendhilfe fallen (care leaver)
  • Verdreifachung der (Jugend-)Integrationskurse bei nahezu gleichbleibenden JMD-Mitteln: Bedarfsgerechte sozialpädagogische Begleitung durch die JMD i.S. des § 45 AufenthG ist damit nicht mehr möglich.
  • Zunehmende Vielfalt der Herkunftsländer und Zielgruppen und der sich daraus ergebenden Fragestellungen (z.B. notwendige Rechtskenntnisse)
  • Weite Zugangswege in den nächst gelegenen JMD, insbesondere im ländlichen Bereich
  • Anforderungen an Netzwerkarbeit steigen (Interkulturelle Öffnung/ Sozialtraining/ Kurse Demokratiebildung, Wirtschaftsjunioren, Jugend stärken im Quartier)
  • Erhöhter Beratungs-, Fortbildungs- und Coachingbedarf von schulischen und gesellschaftlichen Akteuren im Rahmen der interkulturellen Sensibilisierung und Öffnung
  • Vermehrte Begleitung und Anleitung von Ehrenamtlichen in der Integrations- und Flüchtlingsarbeit („back office“)

SCHULBEZOGENE JUGENSOZIALARBEIT (SJS)

Erfolge in der Initiative
„Qualität im Ganztag finanziell absichern“ Antwortschreiben von Minister Spaenle
Mit dem Antwortschreiben von Minister Spaenle gibt es nun eine offizielle Reaktion auf die Initiative der Freien Wohlfahrtspflege, Qualität im Ganztag finanziell abzusichern.

Eine kurze Chronik:

10 / 2015:        SJS-Trägerkonferenz: Diskussion der Ergebnisse des Ganztagsgipfels 2015 –Vorgehen zur Dynamisierung der GT-Pauschalen wird beschlossen

11 /  2015:       ejsa Bayern und Diakonie Bayern: Dynamisierung der Pauschalen -  Brief an den  Ausschuss für Bildung und Kultur des Bayerischen Landtags

Mit dem Anstoß von evangelischer Seite nimmt das Thema Fahrt auf

04 / 2016:        Landessynode der ELKB, Ausschuss „Bildung, Erziehung und Jugend“:

ejsa Bayern stellt das Arbeitsfeld SJS und die aktuelle Ganztagsentwicklung vor

05 / 2016:        ejsa, Diakonie, ELKB: „Qualität im Ganztag finanziell absichern“ – Brief an das StMBW und den Ausschuss für Bildung und Kultur mit der Forderung nach Dynamisierung der Pauschalen, Entfristung von Jahresverträgen, Berücksichtigung von Migrationshintergrund bei der Gruppengröße

05 / 2016:        Freie Wohlfahrt: Qualität im Ganztag finanziell absichern – Brief an Minister Söder und Minister Spaenle mit o.g. Forderungen sowie Klärung zur Betrauungssituation bei früherem Unterrichtsschluss

Die aufgestellten Forderungen wurden nun im Antwortschreiben im Ansatz aufgegriffen:

  • Die Pauschalen für schulische Ganztagsangebote werden nach Ministerratsbeschluss vom 27.06.17 zum Schuljahr 2017/18 um 8,75 % erhöht. Eine regelhafte Dynamisierung ist aktuell nicht umsetzbar.
  • Offene Ganztagsangebote sollen ab dem Schuljahr 2018/19 unbefristet genehmigt werden
  • Die Betreuung bei vorzeitigem Unterrichtsschluss ist mit dem KM Schreiben vom 12.01.17 geklärt
  • Eine Berücksichtigung des Migrationshintergrunds bei der Gruppengröße wird aus finanziellen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt nicht umgesetzt

Mit unseren Bemühungen, Qualität im Ganztag „zum Thema“ zu machen sind wir auf einem guten Weg. Dieser ist notwendig, da sonst die Gefahr besteht, dass insbesondere die OGS zur „günstigen“ Einrichtung wird, in der Kinder und Jugendliche nur noch betreut und beaufsichtigt werden. Aber gerade die Zielgruppe der Jugendsozialarbeit mit ihren erhöhten Bedarfen, die vielfach in Ganztagsangeboten zu finden ist, benötigt qualitätsvolle Angebote:

  • Langfristige Beschäftigungsverhältnisse, die beständige Beziehungen für Kinder und Jugendliche ermöglichen
  • Teambesprechungen, Supervision, die einen reflektierten Umgang mit Kindern und Jugendlichen ermöglichen
  • Zeit für Elterngespräche und Zusammenarbeit mit entsprechenden Netzwerkpartnern und Hilfeangeboten
  • Zeit für Gespräche mit Lehrkräften
  • Vor- und Nachbereitungszeiten für Projekte und Angebote am Nachmittag
  • Personaleinsatz, der Zeit, Gespräche und Raum für einzelne Kinder und Jugendliche ermöglicht
  • Möglichkeit der Partizipation, die Erfahrung mitgestalten zu dürfen und zu können

Die Liste ließe sich noch fortführen mit Punkten wie qualitätsvollem Mittagessen, Raumkonzepte, die an den Bedarfen der Kinder und Jugendlichen orientiert sind, auskömmliche Sachkosten etc., um nur einige Punkte zu nennen.

Fachtag „Ganztag, Hort und HPT: parallele Angebote gemeinsam denken!
Entwicklungen und Herausforderungen um Ganztagsangebote, Horte und Heilpädagogische Tagesstätten“
Samstag, 11.11.2017, 10.00 – 16.00 Uhr
CVJM Nürnberg e.V., Kornmarkt 6, 90402 Nürnberg
Die Palette an ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangeboten ist breit und in ihrem aktuellen Ausbau sehr dynamisch. Zuspruch und Bedarfe bei Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern sind enorm. In den letzten Jahren entstanden aus diesem Grunde sehr viele neue Angebote mit unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen und divergierenden konzeptionellen Ausrichtungen.
Diese Tagung soll ein Impuls sein, im evangelischen Bereich die Vielfalt der Angebote – schulische Ganztagsangebote, Horte, Heilpädagogische Tagesstätten - wahrzunehmen und über ihre Weiterentwicklung miteinander ins Gespräch zu kommen.

Auf lange Sicht können daraus gemeinsame Strategien und Weiterentwicklungen entstehen, die zum Wohle der Kinder und Jugendlichen gute Qualität sichern helfen.

  • Was sind Bedarfe, die sich aus entwicklungspsychologischer Sicht für ganztägige Bildung und Betreuung ableiten lassen? (Prof. Fthenakis)
  • Welche Impulse geben aktuelle Studien wie STEG, AID:A etc.? (Dr. Gerleigner, DJI)
  • Wie gestalten sich aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen der jeweiligen Angebote? (Hr. Rißmann, StMBW; Hr. Dunkl, StMAS; Hr. Dr. Britze, BLJA )

Der Fachtag richtet sich an Mitglieder der evangelischen Verbände und Akteure, Träger- und Themenverantwortliche von Ganztagesangeboten, Horten und Heilpädagogischen Tagesstätten und Evangelischen Schulen.

Kontakt und weitere Informationen:
Deane Heumann (ejsa Bayern e.V.): heumann@ejsa-bayern.de 089/ 159187-83

Anmeldung:
Petra Allgeyer (ejsa Bayern e.V.): allgeyer@ejsa-bayern.de  098/ 159 187-70

GESELLSCHAFTSPOLITISCHE JUGENDBILDUNG (GPJ)   

Neue Projekte gestartet:
„Engagement in Deutschland“ in Fürstenfeldbruck/München und „Jugendliche aktiv gegen Vorurteile“ in Nürnberg
Im Rahmen des Bundesprojekts „Empowered by Democracy“ starten im Herbst wieder Projekte für junge Menschen mit und ohne Fluchthintergrund.
In Nürnberg setzen sich Jugendliche aus dem betreuten Wohnen mit und ohne Fluchthintergrund mithilfe drei unterschiedlicher Methoden (Videos, Theater, Graffiti) mit dem Thema „Vorurteile und Vielfalt“ auseinander. Die Ergebnisse werden sie öffentlich präsentieren. Die jungen Leute aus (de)zentralen Unterkünften in Fürstenfeldbruck setzen sich aktiv mit unterschiedlichen Formen bürgerschaftlichem Engagements auseinander, beispielsweise bei der Feuerwehr, in der Landschaftspflege und in der Kommunalpolitik. Dazu kommt neben Exkursionen je ein Vertreter des Bereichs zu  den jungen Menschen und diskutiert mit ihnen. Anschließend gibt es die Gelegenheit, Inhalte mit neuen Medien zu verarbeiten, beispielsweise Kurzfilme darüber zu drehen. Die Reihe findet mit den bewährten Kooperationspartnern Landratsamt Fürstenfeldbruck und Medienzentrum München statt.

Bildung für nachhaltige Entwicklung trifft Jugendsozialarbeit
Antragsfrist Projektförderung  2018
Mit dem Förderprojekt „BNE trifft JSA“ werden in ganz Bayern Einzelprojekte gefördert, die Inhalte einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Arbeitsfeldern der Jugendsozialarbeit umsetzen. Die Themen und Zugangsweisen sind vielfältig: gemeinsames Gärtnern, Videoreportagen, Fahrradwerkstätten, nachhaltige  Ernährung, Handwerkern mit Recycling- und Naturmaterialien,…
Mit weiteren Projektideen können Sie sich spätestens bis zum 15.11.2017 für eine Projektförderung bewerben.

Fördervoraussetzungen auf einen Blick

  • Gegenstand der Förderung sind Projekte mit Inhalten von BNE.
  • Antragsberechtigt sind Einrichtungen aller Arbeitsfelder der Jugendsozialarbeit nach § 13 SGB VIII.
  • Die Projekte werden gemeinsam mit einem Kooperationspartner aus der Umweltbildung/BNE gestaltet und aktiv umgesetzt.
  • Zielgruppe sind sozial benachteiligte oder individuell beeinträchtigte junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf zwischen 12 und 26 Jahren nach § 13 SGB VIII.
  • Gefördert werden ausschließlich Projekte in Bayern.
  • Das Projekt darf noch nicht begonnen haben.
  • Der Förderzeitraum für die Einzelprojekte beträgt ein Kalenderjahr.
  • Förderumfang: min. 3.000 € und max. 12.000 € (Anteilsfinanzierung mit max. 90%; Eigenanteil min. 10 %)

Haben Sie eine Projektidee? Arbeiten Sie mit der beschriebenen Zielgruppe? Oder haben Sie Fragen zu möglichen Inhalten, Themen oder Fördermodalitäten?
Bitte kontaktieren Sie unsere Koordinierungsstelle vor der Antragstellung. Jessica Schleinkofer unterstützt Sie gerne! Sie erreichen die Koordinierungsstelle unter:
schleinkofer@ejsa-bayern.de oder telefonisch unter Tel.: 089/15918784.
Alle weiteren Infos sind unter http://ejsa-bayern.de/umweltprojekt zu finden.

AUS DER LAG GESCHÄFTSSTELLE

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LAG Fachtag – 15.11.2017 in Nürnberg
„Psychische Gesundheit junger Menschen in der Jugendsozialarbeit“
Inwieweit sind Jugendliche von psychischen Erkrankungen betroffen, wenn sie in sozialer Benachteiligung oder mit individueller Beeinträchtigung leben? Welche Unterstützung benötigen sie und wie müssen Politik und Gesellschaft auf diese Entwicklung reagieren? Welchen Beitrag kann die Jugendsozialarbeit in ihren Angeboten an der Schnittstelle zu anderen Versorgungssystem bieten? Der Fachtag soll die Angebote und Bedarfe aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten und Austausch ermöglichen. Rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in Bayern leiden unter einer psychischen Störung bzw. Entwicklungsstörung (lt. Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern, 2014). Vor allem die Zahl der ambulanten und stationären Behandlungen von Kindern und Jugendlichen aufgrund psychischer Störungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen – das zeigt der Bericht zur psychischen Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen, den das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege im Jahr 2016 veröffentlicht hat. Das Jugendalter ist von spezifischen Risiken geprägt, welche die psychische Gesundheit beeinträchtigen können. Zur Bewältigung jugendlicher Entwicklungsphasen ist soziale Unterstützung von zentraler Bedeutung – beispielsweise beim Einstig ins Berufsleben. Für die bestmögliche Versorgung junger Menschen müssen die unterschiedlichen Angebotsstrukturen Hand in Hand greifen.

Die Fachtagung richtet sich an:

  • Verbands-/Trägervertreter*innen und Themenverantwortliche
  • Fachkräfte der Jugendsozialarbeit
  • Vertreter*innen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, sozialpsychiatrischen Dienste
  • Vertreter*innen aus Politik und Behörden (StMAS, StMPG, Jugendämter, RD, Arbeitsagenturen, Jobcenter, Kommunen, Bezirke)
  • Vertreter*innen der Wirtschaftsverbände (z. B. Kammern, Ausbildungsberatungen)
  • Elternorganisationen
  • Schulleitungen, Lehrkräfte

Tagungsort: Karl-Bröger-Zentrum, Nürnberg

ejsa-Newsletter, Ausgabe Mai 2017

EJSA BAYERN – ALLGEMEIN      

Wenn die Perspektive fehlt…
Pressegespräch der ejsa Bayern zur aktuellen Situation Flüchtlinge in Bayern
Am 12.05.2017 luden die Fachvorstände der vier konfessionellen Verbände der Erziehungshilfe und Jugendsozialarbeit zu einem Pressegespräch zur aktuellen Situation der jungen Geflüchteten in Bayern. Es ging um die Frage, was man gegen Langeweile tun kann, wenn jungen Geflüchteten in Bayern in vielen Fällen die Beschäftigung verboten ist? Wie kann man hoffnungsvoll in die Zukunft schauen, wenn unklar ist, ob man in den kommenden zwei Monaten noch sicher ist? Wie soll man Mut fassen, wenn Depressionen, Selbstzweifel und Suizidgedanken kreisen? Die häufig prekäre Lebenssituation junger Geflüchteter in Deutschland gerät in der politischen Debatte oft aus dem Blick. Zwei junge Flüchtlinge berichteten sehr anschaulich und aus erster Hand über die konkrete Situation junger Geflüchteter bei uns. Fachleute aus Jugendsozialarbeit und Hilfen zur Erziehung berichteten über die Arbeit in den Einrichtungen und die Situation der Fachkräfte, die unter der derzeitigen Situation ebenfalls leiden. Die Verbandsvorstände schlugen Alarm und forderten konkrete politische Maßnahmen.
Pressemitteilung und Forderungspapier finden Sie hier (!)

http://ejsa-bayern.de/artikel/808/wenn-die-perspektive-fehlt-die-situation-junger-fluechtlinge-in-bayern

Die bisher erfolgte Berichterstattung finden Sie im Münchner Merkur in der Ausgabe vom 13.5., unter dem Link der Süddeutschen Zeitung vom 13.5. http://www.sueddeutsche.de/bayern/integration-sorge-um-den-inneren-frieden-1.3502348

sowie im Evangelischen Pressedienst vom 15.5. http://newsletter.helena.de/mobile%20lbm.2842477.htm#link13

und der Katholischen Nachrichtenagentur vom 12.5. http://www.kna2.de/dlpdf2.php?d=rdbay&j=2017&m=05&t=12&p=1017    

ARBEITSBEREICH MIGRATIONSBEZOGENE JUGENDSOZIALARBEIT (JMB)

v.l.n.r.: Jennifer Echtle (Quartiersmanagerin Büro Soziale Stadt Ichenhausen), Burkhardt Wagner (ejsa Bayern), Sigrun Rose (Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Neu-Ulm e.V., MdB Dr. Georg Nüsslein (CSU), Simon Painer-Frei (Stadtjugendpfleger)

„Wir brauchen mehr davon!“
Neues Modellprojekt „Jugendmigrationsdienste im Quartier (JMDiQ) startet in Ingolstadt
Die ejsa Bayern freut sich über den Zuschlag des bundesweiten Modellvorhabens „Jugendmigrationsdienste im Quartier“ an einem JMD-Standort in evangelischer Trägerschaft. In Ingolstadt kann ab Januar 2018 das neue Projekt starten. An bundesweit 16 Modellstandorten, die sich in soziale-Stadt-Quartieren befinden,  wird erprobt, wie die Zielgruppe von jungen Menschen mit Migrationshintergrund (vom 12. bis zum 27. Lebensjahr) durch Beratung und Begleitung sowie durch jugendspezifische Mikroprojekte im Sozialraum gefördert werden können. Ziel ist es, das Zusammenleben im Quartier sowie die Aktivierung und Beteiligung der Zielgruppe und anderer BewohnerInnen im Quartier zu fördern. Das Projekt wird von Juli 2017 bis Dezember 2021 durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Die Projekte werden ergänzend zu den Angeboten der Jugendmigrationsdienste und in Kooperation mit den örtlichen Projektträgern des Programms „Soziale Stadt“ durchgeführt.

Karoline Schwärzli-Bühler, Leiterin des Jugendmigrationsdienstes in Ingolstadt, freut sich sehr über den Zuschlag. „Endlich wird die vom JMD seit vielen Jahren bewährte quartiersbezogene Arbeit nun auch mit Personalstellen belohnt!“ Mit einem lachenden und weinenden Auge meint, Burkhardt Wagner, Landesreferent bei der ejsa Bayern: „Das ist ein erster, wenn auch recht zaghafter Schritt in die richtige Richtung!“ Er ist überzeugt: „Jugendmigrationsdienste direkt vor Ort in den Quartieren, dort, wo sowohl die „neu Zugewanderten“ als auch die „alt Eingesessenen“ wohnen, sind die JMD gut verortet. Denn im Quartier, im sozialen Nahraum läuft die soziale und gesellschaftliche Integration ab, …oder eben nicht. Nämlich immer dann nicht, wenn es in den Quartieren zu Konkurrenzen, Stigmatisierungen und Ausgrenzungen von sozialen Gruppen kommt. Die Jugendmigrationsdienste spielen für die jungen Migrantinnen und Migrantinnen eine entscheidende Rolle, aber auch für die Erhaltung des sozialen Friedens insgesamt.
Das Dilemma: „Es gibt viel zu wenige…!“ Dies betonte Wagner auch im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Nüsslein im Projekt Soziale Stadt am 5. Mai im Büro Soziale Stadt in Ichenhausen. Die Botschaft von Burkhardt Wagner in Richtung Berlin war eindeutig: „Herr Dr. Nüsslein, wir brauchen mehr von diesem sehr gut verorteten JMDiQ-Projekten, am besten langfristig, denn die Integration der jungen Menschen in Gesellschaft und ins Quartier ist die Zukunftsaufgabe der nächsten Jahre und Jahrzehnte.“

SCHULBEZOGENE JUGENSOZIALARBEIT (SJS)

„Migration und Flucht - Theorie und Praxis für die Ganztagsschule“
Arbeitshilfe für den Ganztag
Druckfrisch erschienen ist das Studienheft „Migration und Flucht - Theorie und Praxis für die Ganztagsschule“ der Akademie für Ganztagspädagogik (AfG) des Diakonievereins Hiltpoltstein, das in Kooperation mit der  ejsa Bayern entstanden ist. Die Arbeitsbereiche der Schulbezogenen Jugendsozialarbeit, der Migrationsbezogenen Jugendsozialarbeit sowie der Fortbildungsbereich der ejsa Bayernhaben dazu Grundlagen, Informationen und Praxistipps für den Ganztag zusammengestellt.
Für neu zugewanderte junge Menschen ist Schule  mit ihren Ganztagsangeboten  nicht nur ›zentraler Lebensort‹, sondern auch ›zentraler Ort ihrer sozialen und gesellschaftlichen Integration‹.
Daher bedürfen die Kinder und Jugendlichen aus geflüchteten Familien einer besonderen Aufmerksamkeit. Die Publikation bietet pädagogischen MitarbeiterInnen und auch LehrerInnen Informationen, Hintergründe und praxisorientierte Methoden für die pädagogische Arbeit mit jungen Geflüchteten in den Angebotsformen der Ganztagsschule. Kenntnisse über ihre Lebenssituation und -geschichte, über Besonderheiten ihrer Kulturen und Perspektiven sowie über externe Ansprechpartner und Unterstützungssysteme werden ebenso vermittelt wie spezifische Methoden und Anregungen für Netzwerke und Bildungspartnerschaften.
Leseprobe und Inhaltsverzeichnis finden sich auf der Internetseite der Akademie für Ganztagsschulpädagogik (AfG) www.afg-im-netz.de . Bestellung über den Buchhandel oder bei der Akademie für Ganztagsschulpädagogik unter medien@afg-im-netz.de 

Mitglieder der ejsa Bayern e.V. können das Heft zum vergünstigten Preis von 12,80 Euro zzgl. Versandkosten bei der ejsa Bayern bestellen kontakt@ejsa-bayern.de

Heumann, Deane / Klamt, Barbara / Wagner, Burkhardt: Flucht und Migration – Theorie und Praxis für die Ganztagsschule. Hrsg.: Akademie für Ganztagsschulpädagogik und Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern e.V. Hiltpoltstein  2017, 56 Seiten, ISBN 978-3-946109-27-3, 15,95 Euro.

GESELLSCHAFTSPOLITISCHE JUGENDBILDUNG (GPJ)

„Das Leben der Anderen? Begegnung von Vergangenheit und Gegenwart“
GPJ Seminar in Hof/Saale geht auf Spurensuche
Wie war das noch gleich mit der DDR, STASI und Co? Dieser Frage sind im Rahmen eines Wochenendseminars am 05.05 – 07.05.2017 Jugendliche aus Berlin und Hof nachgegangen. Im ersten Teil des Seminars besuchten Jugendliche aus Hof die Hauptstadt, um dort einen Blick in die Geschichte der deutsch-deutschen Teilung zu werfen. Im zweiten Teil wurde Hof besucht, um sich im ehemaligen Zonenrandgebiet einen Eindruck von den Dimensionen der innerdeutschen Grenze zu verschaffen. Unweit von Hof liegt das kleine Dorf Mödlareuth, in dem sich die Gedenkstätte „Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth“ befindet. Mödlareuth, auch genannt „little Berlin“, hat eine ähnliche Geschichte wie sie sein großer Bruder Berlin erfahren hat.
1952 wurde damit begonnen das Dorf in zwei Teile zu teilen. Eindrucksvoll lässt sich in dem originalgetreuen Außengelände erahnen, welche Dimensionen die Grenzanlagen und deren Sicherungsmechanismen hatten. Um einen tieferen Einblick in die Tragweite der deutsch-deutschen Teilung und den damit verbundenen Schicksalen und die Bedeutung für die Menschen in Ost und West zu bekommen, fanden zwei Gespräche mit Zeitzeug*innen statt. Jens Hase flüchtete im Herbst ´89 aus der DDR. Kurz zuvor wurden seine Eltern ausgewiesen und mussten ihren Sohn mit 19 Jahren seinem Schicksal überlassen. Keinen Kontakt zu seinen Eltern zu haben, nicht zu wissen wo es den schwerkranken Vater und die Mutter in einem fremden Land hin verschlagen hat, ließen ihn den Mut, oder war es die Verzweiflung, fassen nach Prag in die deutsche Botschaft zu flüchten. Mitreißend und hoch emotional berichtete er von seinen Erlebnissen auf der Flucht und in der Botschaft. Eineinhalb Stunden schaffte es der Zeitzeuge die Teilnehmer*innen in seinen Bann zu ziehen. Selbst Jugendliche die eine teils überschaubare Konzentrationsfähigkeit besitzen, hingen dem Referenten über die gesamte Zeit hinweg an den Lippen. Auch die tags darauf ausführlichen Schilderungen eines ehemaligen westdeutschen Grenzpolizisten zu seiner Arbeit an der innerdeutschen Grenze, verfolgten die Teilnehmer*innen gespannt. Ein intensives und für alle Seiten bereicherndes Wochenende liegt nun hinter den Jugendlichen und macht Hunger auf mehr. Verabredungen und Überlegungen zu weiteren Veranstaltungen sind gerade in der Planung

„BNE trifft JSA“ – Neuigkeiten aus dem Nachhaltigkeitsprojekt
Der Start in das Projekt  „Weltaktionsprogramm als Chance: Bildung für Nachhaltige Entwicklung trifft Jugendsozialarbeit“ ist  gelungen. Mit  12 bewilligten Konzepten geht das Projekt im Förderzeitraum 2017 in die erste Runde. Es werden Ideen zu einer nachhaltigen, regionalen Esskultur, zu einem bewussten Umgang mit Ressourcen, zu Biodiversität und Lebensräumen umgesetzt oder auch individuelle Handlungsweisen beleuchtet und in Frage gestellt.

Die erste Abgabefrist für den Förderzeitraum 2018 ist der 15.11.2017. Melden Sie sich gerne bei der Koordinierungsstelle, bevor Sie Ihren Antrag abgeben. Der deutsche Rat für Nachhaltige Entwicklung zeichnet das Projektkonzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung trifft Jugendsozialarbeit“ aus: Mit der Verleihung des Qualitätssiegels  „Projekt Nachhaltigkeit“ ist „BNE trifft JSA“  nun  eine von 67 deutschlandweiten, ausgezeichneten Initiativen.

Einen Überblick über die aktuellen Projekte  von „BNE trifft JSA“ finden Sie unter http://ejsa-bayern.de/artikel/807/aktuelle-projekte-2017-weltaktionsprogramm-als-chance-bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-trifft-jugendsozialarbeit 

AUS DER LAG GESCHÄFTSSTELLE

Post für Sozialministerin Emilia Müller
Bundesweiter Ausbau der Jugendmigrationsdienste gefordert
In der bayernweiten Lobbyarbeit für einen bedarfsgerechten Ausbau der bundesgeförderten Jugendmigrationsdienste setzte sich jüngst die Freien Wohlfahrtspflege Bayern und die LAG Jugendsozialarbeit Bayern in einem Schreiben an Staatsministerin Müller Mitte April ein. Dazu wurde dem Schreiben ein „factsheet“ zur Situation der Jugendmigrationsdienste in Bayern sowie eine JMD-Bayernkarte mit versandt, um auf die prekäre Ausstattung mit Jugendmigrationsdiensten in Bayern hinzuweisen und die Bayerische Staatsregierung aufzufordern, sich stärker für den bundesweiten Ausbau der Jugendmigrationsdienste beim BUND und beim zuständigen BMFSFJ einzusetzen.
Die Jugendmigrationsdienste leisten seit Jahren in der Beratung und Unterstützung von jungen Migrantinnen und Migranten im Alter von 12 bis 17 Jahren hier in Bayern einfach Unglaubliches – und dies bei riesigen Bedarfen, aber fast gleich bleibender Stellenausstattung.
Relevanz erhielt das Thema u.a. auch bereits in einer jüngsten Sitzung des Sozialpolitischen Ausschusses des Bayerischen Landtages, in der die grüne Landtagsfraktion einen Dringlichkeitsantrag gestellt hatte. In einer der nächsten Sitzungen des Sopo wird nun auch eine Berichterstattung des StMASFI erwartet.

FORTBILDUNGEN und Termine

Junge Geflüchtete –
Mitarbeitende nach wie vor sehr stark unter Druck
Die Erfahrungen aus den Fortbildungen zum Thema Geflüchtete zeigen, dass viele Mitarbeitende durch die aktuellen Rahmenbedingungen – Beschäftigungserlaubnis, begrenzte Zugänge zu Maßnahmen der Agentur für Arbeit und gesellschaftlicher Diskurs Stichwort „Abschiebungen“ – sehr belastet sind. Nach wie vor ist der Umgang mit traumatisierten jungen Geflüchteten ein großes Thema. Weitere Veranstaltungen dazu sind im Januar 2018 geplant.

Aktuelle Fortbildungen:

28. - 29.6         interkulturell kompetent Pappenheim in der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit
Referentin: Heike Abt, IKO-Consult, Regensburg

 25.9. - 27.9.     BBJH-Basics Pappenheim    Konzeptionelle Grundlagen der BBJH
Referentinnen: Michaela Truß-Bornemann, Barbara Klamt, ejsa Bayern e.V

ejsa-Newsletter, Ausgabe März 2017

EJSA Bayern Allgemein

Jugendsozialarbeit ist in unserer Gesellschaft wichtig- auch 500 Jahre nach der Reformation.
Am 15. März hatte die ejsa Bayern zu ihrem jährlichen Fachtag eingeladen. Diesmal rückten zwei Aspekte in den inhaltlichen Mittelpunkt: zunächst die Frage, welche Bedeutung Jugendsozialarbeit für die Arbeit von Kirche und Diakonie hat und warum es sie –auch 500 Jahre nach Luther- noch braucht? Und am Beispiel der aktuellen Armutsdiskussion wurde deutlich, wie sich Armut auf das Leben von jungen Menschen konkret auswirkt und welche Bedeutung die Frage nach Gerechtigkeit und gleichen Lebens- und Beteiligungschancen in einem reichen Land hat. Der Fachtag startete mit einem fulminanten Beitrag der Präsidentin der Landessynode der ELKB, Frau Dr. Annekathrin Preidel, in dem sie Kirche und Diakonie als die beiden Seiten einer Medaille bezeichnete, die eben untrennbar miteinander verbunden sind. Daher müsse auch diakonisches Handeln ebenso wie die Jugendsozialarbeit der ejsa als ein Handeln von Kirche noch prägnanter erkennbar werden.

Prof. Dr. Franz Segbers legte den Finger in die Wunde unter dem Motto „Armut in einem reichen Land“, das er in allen Facetten auffächerte. Er forderte Jugendsozialarbeit ebenso wie Diakonie und Kirche vehement auf, sich auf die Seite der Armen und Schwachen zu stellen und an ihrer Seite deutlich zu machen, worum es in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Debatte gehe: um nachhaltige Gerechtigkeit!

Michael Bammessel, der Präsident des Diakonischen Werks Bayern machte deutlich, wie sich Diakonie, vor allem aber Jugendsozialarbeit in dieser Welt verstehen können: im Trotzdem! Im steten Kampf gegen gesellschaftliche Exklusion und für soziale Teilhabe. Auch wenn es manchmal extrem schwer falle angesichts individueller Schicksale und komplexer Problemlagen, die nicht ohne Rückschläge gemeistert werden können, aber eben trotzdem angegangen werden!

Ein Fachtag, der nachwirken muss; bei allen, die teilgenommen haben, aber auch in der ejsa und ihren Strukturen. Dies ist die Aufgabe der nächsten Wochen und Monate, mit der sich auch der Vorstand der ejsa im Mai befassen wird.

Wenn jungen Geflüchteten die Perspektive fehlt
ejsa Bayern startet zwei Brückenbauer-Projekte an zwei weiteren Standorten

Für manche junge Geflüchtete gibt es in Bayern vielfältige Angebote wie Sprachkurse, Maßnahmen der Arbeitsagentur oder Berufsintegrationsklassen an den Berufsschulen. Aber nicht alle jungen Geflüchteten haben Zugang zu diesen Angeboten, denn oft gibt es vor Ort keine oder nicht passende Angebote oder die jungen Geflüchteten fallen durch das Raster der Kategorisierung „hohe Bleibeperspektive“.
Sie leben teilweise schon mehrere Jahre hier. Sie lernten Deutsch und haben Freundschaften geknüpft. Sie sind hier angekommen und schauen in  die Zukunft! Doch diese ist ungewiss; vielfach für mehrere Jahre. Viele junge Geflüchtete aus Afghanistan haben derzeit auch große Angst vor ihrer Aufenthaltsbeendigung und Rückführung in das unsichere von Chaos und Krieg beherrschte Land. Die Möglichkeit, sich in dieser Zeit zu qualifizieren oder beruflich tätig zu sein, die es bisher für viele gab, wird inzwischen verwehrt. Die notwendige Beschäftigungserlaubnis, um eine Ausbildung zu beginnen oder um eine Arbeitserlaubnis weiter zu verlängern, wird mittlerweile in vielen Fällen abgelehnt.  Immer mehr junge Geflüchtete merken, dass sie zu den „Unerwünschten“ gehören. Die Folge ist, dass diese jungen Menschen ohne Perspektive und ohne Beschäftigung ihre Tage in der Unterkunft verbringen. Kostbare Zeit verstreicht ungenutzt. Die Hoffnung und Motivation, mit der die jungen Menschen gekommen sind wird zu Perspektivlosigkeit und Angst.
Verantwortung für geflüchtete junge Menschen
Die Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern bekennt sich aus ihrer christlichen Verantwortung heraus klar zu einem menschlichen Umgang mit allen jungen Geflüchteten und bietet insbesondere Denjenigen, die einen geringeren Zugang zu Teilhaberechten zu Bildung, Ausbildung und Arbeit haben, Unterstützung und Hilfen an.
In mittlerweile vier Jugendwerkstätten der berufsbezogenen Jugendhilfe (BBJH) in Augsburg, Fürth (neu dabei sind Kulmbach und Kulmbach) erproben die „Brückenbauer“ neue Methoden und Zugangswege. Fragen der konkreten Lebens- und Perspektivplanung, Angebote der Tagesstrukturierung und Freizeitgestaltung bis hin zur Entwicklung individueller Arbeits- und Ausbildungsperspektiven werden gemeinsam mit den jungen Menschen entwickelt. Das Brückenbauerprojekt der ejsa Bayern baut mit den jungen Menschen Brücken hinein in die Gesellschaft und in ihre Zukunft.
Das Projekt wird aus Mitteln der Evangelischen Landeskirche Bayern und teilweise aus Mitteln des Deutschen Hilfswerkes finanziert. Mit Hilfe des Instituts für Praxisforschung und Evaluation an der Evangelischen Hochschule Nürnberg unter Leitung von Prof. Dr. Joachim König wird evaluiert, inwiefern die angewendeten Methoden und Zugangswege auch auf andere Arbeitsfelder der Jugendsozialarbeit adaptiert werden können.
Klaus Umbach, Geschäftsführer der ejsa Bayern, ist überzeugt: „Es gibt viele junge Menschen, die gerade jetzt unsere Unterstützung benötigen. Wir kümmern uns besonders um diejenigen, deren Perspektiven nicht besonders gut sind. Evangelische Jugendsozialarbeit hilft mit, Chancen zu eröffnen!“

Weitere Infos zum Brückenbauer-Projekt und den vier Standorten finden Sie unter:
http://ejsa-bayern.de/kategorie/brueckenbauer

Arbeitsbereich Migrationsbezogene Jugendsozialarbeit/ JMD (MJS)

Verdreifachung der Zahlen der begleiteten jungen Menschen in den bayerischen Jugendmigrationsdiensten seit 2011
5.623 im Jahr 2011 – 16.133 begleitete junge Menschen im Jahr 2016…
Diese massive Erhöhung der Zahl der in den bayerischen JMD begleiteten jungen Menschen (vgl. Tabelle unten) hat große Auswirkungen auf die Fachkräfte in den Jugendmigrationsdiensten. „Ihre Kapazitäts- und Belastungsgrenzen vor Ort sind seit langem deutlich überschritten: Dies zeigen die Verdopplung der Case Management-Zahlen sowie die Vervierfachung der Beratungszahlen in den JMD innerhalb von sechs Jahren“, so Landesreferent Burkhardt Wagner der ejsa Bayern.
Einen spürbaren Ausbau der bundesgeförderten JMD haben die Fachkräfte vor Ort leider die letzten Jahre nicht erlebt. Bayern belegt Rang 16 im bundesweiten Vergleich der Ausstattung mit JMD, bei der zweithöchsten Zuwanderung.
An der Belastungssituation ändert dieser moderate Ausbau in Bayern allerdings nichts: Neben der allgemeinen Öffnung der Zielgruppen auf alle jungen Menschen mit Migrationshintergrund (seit 01.01.2017 bundesweit in Kraft) gibt es weitere Gründe, die die Situation der jungen Menschen und der JMD-Fachkräfte vor Ort weiter verschärfen:

  1. Die Zahl der anerkannten Geflüchteten und süd- sowie osteuropäischen jugendlichen Zuwanderer mit hohen Integrationsbedarfen steigt.
  2. Es ist eine stetig wachsende Komplexität der Beratungsarbeit und schwierige soziale Verhältnisse vor Ort, z.B. Wohnungsmarktsituation/ existentielle Krisen etc. zu verzeichnen. 
  3. Die jungen Menschen müssen lange Wartezeiten von teilweise mehreren Wochen in Kauf nehmen.
  4. Die Beratungsqualität ist gefährdet. Durch vermehrte Kurzzeitberatungen und Notfallinterventionen verringert sich die Zahl der intensiven Einzelfallbegleitungen im Case Management.
  5. Die Unterstützungsbedarfe für die Zielgruppe der ehemals unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge, die volljährig werden, steigen. Durch das Herausfallen aus der Obhut der Jugendhilfe sind diese zunehmend vor aufenthaltsrechtliche und andere Existenz- und Zukunftsfragen (Geld, Wohnen, Bildung, Ausbildung und Arbeit) gestellt.
  6. Aufgrund des starken Anstieg von (Jugend-)Integrationskursen ist eine bedarfsgerechte sozialpädagogische Begleitung durch die JMD i.S. des § 45 AufhG kaum noch möglich.
  7. Aufgrund der unzureichenden flächendeckenden Ausstattung mit JMD haben die jungen Menschen weite Zugangswege in die JMD, insbesondere im ländlichen Bereich.
  8. Die Zahl der Ehrenamtlichen im Bereich Integrations- und Flüchtlingsarbeit ist hoch. Hiermit sind auch die zeitlichen und fachlichen Anforderungen an die Fachkräfte vor Ort gestiegen.

Es wird deutlich:
Es braucht dringend einen flächendeckenden und bedarfsgerechten Ausbau der bundesgeförderten Jugendmigrationsdienste! Denn die soziale, berufliche und gesellschaftliche Integration der jungen zugewanderten Menschen muss jetzt erfolgen. Auch für Diejenigen, die in Deutschland vielleicht nur temporär – wie so viele Geflüchtete in den letzten Jahrzehnten – bleiben werden.
Hierzu braucht es neben den guten Angeboten in Bildung, Sprache und in Richtung Ausbildung auch die Jugendmigrationsdienste, die die jungen Menschen in ihrem Integrationsprozess kompetent unterstützen und begleiten.

Zeitraum

Case Management

Beratung
(incl. Eingangsdaten)

Gesamt

2016

6.553

9.580

16.133

2015

5.658

6.139

11.797

2014

5.427

4.682

10.109

2013

5.483

3.110

9.593

2012

4.874

3.359

8.234

2011

3.421

2.202

5.623

Anzahl der begleiteten jungen Menschen in den JMD in Bayern von 2011 – 2016 Quelle: JMD-Servicebüro Bonn, 02/2017

Arbeitsbereich Berufsbezogene Jugendhilfe (BBJH)

Politik trifft auf die Praxis -  MdB Beate Walter-Rosenheimer besuchte die Jugendwerkstatt "Junge Arbeit" der Diakonie Hasenbergl
Die derzeit herrschenden Bedingungen verhindern den notwendigen Gestaltungsfreiraum für ein passgenaues Angebot für die jungen Menschen.

Die jugendpolitische Sprecherin von Bündnis90/Die Grünen interessierte sich besonders für die Maßnahme „MAW light“. In diesem besonders niedrigschwelligen Angebot für Jugendlichewerden sie durch eine individuelle und sehr flexibel gestaltete Begleitung an eine Ausbildung herangeführt. Es ging dem Geschäftsführer der ejsa Bayern, Klaus Umbach, auch darum, mit der Politikerin über die notwendigen Rahmenbedingungen zu sprechen, die für solche niedrigschwelligen, aber auch für andere Angebote der Berufsbezogenen Jugendhilfe -wie berufliche Qualifizierung und Ausbildung für sozial benachteiligte Jugendliche- gebraucht werden. 
http://ejsa-bayern.de/artikel/776/blick-in-die-praxis-der-berufsbezogenen-jugendhilfe-fuer-die-bundespolitik

 

 


Schulbezogene Jugendsozialarbeit

SJS – Grundsätze sind erschienen
Das Arbeitsfeld der Schulbezogenen Jugendsozialarbeit gibt sich einen Rahmen

Mit dem aktuellen Erscheinen der SJS-Grundsätze im März 2017 gibt sich das Arbeitsfeld erstmalig Rahmen, Arbeitsgrundlage sowie eine klare Darstellung des Arbeitsfeldes in den Außenbezügen der ejsa Bayern und der ihr angeschlossenen Träger. Der Begriff der Schulbezogenen Jugendsozialarbeit (SJS) bekommt Konturen, indem eine Standortbestimmung der Jugendsozialarbeit in den einzelnen Handlungsfeldern an Schule - Jugendsozialarbeit an Schulen, Schulsozialarbeit, Angebote der Ganztagesschule, und Angebote im Rahmen von Berufsintegrationsklassen, Praxisklassen – vorgenommen wird.
Die SJS Grundsätze beleuchten grundlegende Fragen nach Chancengerechtigkeit und Teilhabe junger Menschen im Kontext unseres Bildungssystems und den Anliegen und Zielrichtungen der Schulbezogenen Jugendsozialarbeit. Die sieben Prinzipien der evangelischen Jugendsozialarbeit, wie Niedrigschwelligkeit, Partizipation, Freiwilligkeit, klarer Zielgruppenbezug, der junge Mensch als Akteur in eigener Sache, Qualitätsvolle JSA, Fachpolitisches Engagement werden für den Arbeitsbereich SJS ausgelotet. Es wird ein gemeinsames konzeptionelles Dach für die SJS gespannt, das die Angebote der SJS in ihren Bezügen zum Bildungssetting an Schule beleuchtet. Die Rolle der ejsa Bayern in diesem Feld – Sensor, Innovation, Service, Lobby, Koordination – sowie die Strukturen im Arbeitsfeld werden benannt und damit verbindlich und transparent. Deutlich wird zudem, dass das Arbeitsfeld SJS im evangelischen Trägerbereich stark anwachsend ist: Im Arbeitsfeld SJS sind 26 Träger engagiert. Es werden ca. 20.000 junge Menschen betreut. Fast 1.000 Mitarbeitende auf fast 520 Vollzeitstellen kümmern sich um Kinder und Jugendliche an der Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe. Davon arbeiten 125 Mitarbeitende auf über 70 Vollzeitstellen allein im Arbeitsfeld Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS).

Der Wunsch nach einem „Fachkonzept“ entstand an der Basis aus den Trägerkonferenzen heraus, in denen das Selbstverständnis der Träger in diesem Bereich grundsätzlich diskutiert wurde. Seit 2012 befanden sich die Grundsätze in einem Entstehungsprozess, an dem neben dem Landesreferat (bis 2015 Burkhardt Wagner, ab 2015 Deane Heumann) der SJS Fachausschuss sowie Johannes Kloha, Dipl. Sozialpäd. (FH), MSW, Doktorand im Feld der Schulsozialarbeit mitgewirkt hat. Die SJS-Grundsätze gibt es als Download (link ) oder können als Druckexemplar angefordert werden: Deane Heumann Landesreferentin heumann@ejsa-bayern.de

Gesellschaftspolitische Jugendbildung (gpj)

Aktion der Gesellschaftspolitischen Jugendbildung (GPJ) in Nürnberg:
Methodentasche „Nationalität Mensch“ zum Ausleihen!

In allen Projekten, Workshops und Kampagnen in der Arbeit der GPJ spielt das Eintreten für ein friedliches Miteinander und das Werben für die Demokratie eine zentrale Rolle. Besonders wichtig ist der GPJ dabei, auch Jugendliche und junge Erwachsene zu erreichen, die eher nicht von der „typischen“ (politischen) Bildungsarbeit angesprochen werden. Das ist den Kolleginnen in Nürnberg gut gelungen, da sie bei der Konzipierung der Methodentasche auf möglichst niedrigschwellige Angebote geachtet haben.
Die Methodentasche ist kostenfrei zu leihen und enthält Angebote aus der Praxis für die Praxis: Tipps, Methoden; Links: Kurzfilme auf Youtube;  Musiktipps; Spielfilme; Dokumentationen; Buttonvorlagen; Aufkleber, Konfetti, Plakate; Methodenheft; Flyer; Bibelstellen; Segen; Infos zu Gesetzen, Formen von Diskriminierung usw.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Jugendbildner der ejsa Bayern, GPJ in Nürnberg:
Dorothee Petersen und Daniela Flachenecker, jubi@ejn.de oder Tel. 0911-214 23 20/-36

Das Projekt wurde auch gefördert aus dem Fördertopf gegen Rechtsextremismus der ELKB. http://ejsa-bayern.de/artikel/783/methoden-aus-der-tasche-nationalitaet-mensch

Aus der LAG Geschäftsstelle

Appell der LAG JSA an die Bayerische Staatsregierung
Kurswechsel in der Integrationspolitik junger Geflüchteter ist dringend erforderlich

Mit einem Dringlichkeitsschreiben hat die LAG JSA die Bayerische Staatsregierung aufgefordert, den Kurs in ihrer Politik umgehend zu ändern und die Integration junger Flüchtlinge unabhängig von der Bleibeperspektive zu ermöglichen.
Derzeit wird die im Gesetz mögliche Ausbildungsduldung von der bayerischen Politik strikt ausgelegt und die Chancen der Ausbildungsduldung für junge Geflüchtete weitreichend verhindert. So fordert die LAG JSA, dass der Zugang zu Ausbildung und Arbeit unabhängig von der Bleibeperspektive gewährt werden muss. Nach dem jetzigen Handeln gibt es auf beiden Seiten nur Verlierer; junge Geflüchtete und die Betriebe, die ihnen einen Ausbildungsplatz bieten, so der Erste Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft JSA Klaus Umbach. Denn die Chancen der 3 plus 2-Regelung, die junge Menschen während ihrer Zeit in Deutschland erhalten können, werden diesen in Bayern nicht gewährt.  http://lagjsa-bayern.de/dringender-appell-der-lag-jsa-an-die-bayereische-staatsregierung-zu-einem-kurswechsel-in-der-integrationspolitik-junger-gefluechteter/

Fachtag der LAG Jugendsozialarbeit Bayern zur Psychischen Gesundheit junger Menschen
Save the date: 15.11.2017 in Nürnberg

Die LAG Jugendsozialarbeit nimmt die Frage in den Blick, welche Bedeutung eine zunehmende Zahl junger Menschen mit psychischen Erkrankungen für die Jugendsozialarbeit hat - vor dem Hintergrund, dass die Zielgruppe der Jugendsozialarbeit in besonderen Maße mit Risikofaktoren konfrontiert sind, die auch zu psychischen Erkrankungen führen können.
Wie ist die aktuelle Entwicklung der psychischen Gesundheit bei Jugendlichen und welche Position nimmt die Jugendsozialarbeit ein, angesichts einer Beleuchtung der Risikofaktoren und der gesellschaftlichen Ursachen, die die psychische Gesundheit beeinträchtigen? Welche Ansätze gibt es in der Jugendsozialarbeit, die junge Menschen in ihrer Entwicklung stärken? Neben diesen Fragestellungen will der Fachtag die Schnittstellen der Versorgungssysteme junger Menschen mit psychischen Erkrankungen zu den Angeboten der Jugendhilfe beleuchten und Impulse für die Weiterentwicklung der Jugendsozialarbeit mit ihren Arbeitsfeldern und Angebotsformen entwickeln.

FORTBILDUNGEN und Termine

Junge Geflüchtete –
Mitarbeitende sehr stark unter Druck – Grenzen der Belastbarkeit

Die Erfahrungen aus den Fortbildungen zum Thema Geflüchtete zeigen, dass viele Mitarbeitende durch die aktuellen Rahmenbedingungen – Beschäftigungserlaubnis, begrenzte Zugänge zu Maßnahmen der Agentur für Arbeit und gesellschaftlicher Diskurs Stichwort „Abschiebungen“ – an die Grenzen der Belastbarkeit geraten.

Der Umgang mit Geflüchteten aus Afghanistan veranlasst uns, ein spezielles Angebot zum Thema Verfahrensbegleitung von Afghanen in das Programm aufzunehmen:

30.5. in München
Junge Geflüchtete aus Afghanistan – Fluchtgründe – Anhörung Klageverfahren

Weitere aktuelle Fortbildungen:

30.- 31.3 in Pappenheim, Pädagogische Spielräume nutzen in der Werkstatt und auf der Baustelle
Referentin: Barbara Klamt, ejsa Bayern e.V. 

4.4. in Nürnberg, Junge Geflüchtete - Integration in Ausbildung und Arbeit
Referent: Claudius Voigt, GGUA Münster

25.- 26.4  in München, Junge Geflüchtete - Handlungskompetenz zwischen Traumatisierung, Kulturunterschieden und religiöser Praxis
Referentin: Maria Zepter, Traumatherapeutin, München 

8.-9.5. in Nürnberg, Junge Geflüchtete mit ihren Eltern/Sorgeberechtigten
Referent: Tobias Klaus, Bundesfachverband umf, Berlin

28.- 29.6 in Pappenheim, interkulturell kompetent in der Arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit
Referentin: Heike Abt, IKO-Consult, Regensburg 

Hinweis:

Methoden für die Jugendsozialarbeit

Das Programm „ich schaffs“ www.ichschaffs.de (Seminar Februar 2017) kann guten Gewissens als Methode für alle Bereiche der Jugendsozialarbeit empfohlen werden.

Die Frühjahrssammlung des Diakonischen Werks Bayern: 27. März bis 02. April 2017
Jugendhilfe - Wir sind die Zukunft!

Die Frühjahrssammlung 2017 wird mit dem Sammlungsziel „Unterstützung der Jugendhilfe“ durchgeführt. Die Jugendsozialarbeit als Teil der Jugendhilfe mit ihrem Blick auf benachteiligte Jugendliche findet sich hier im breiten Spektrum der Angebotspalette an Unterstützungsangeboten wieder. http://www.diakonie-bayern.de/die-diakonie-unterstuetzen/sammlungen/fruehjahrssammlung.html

In eigener Sache: Die ejsa Bayern wird 70 Jahre alt!

1947 ist die ejsa gegründet worden und heuer jährt sich diese Gründung zum 70. Mal. Es ist viel passiert in den letzten Jahrzehnten und ein Rückblick ist unerlässlich. Einen interessanten Bericht können wir schon heute ankündigen – in der nächsten Ausgabe des ejsa-Newsletters.