„Sozial und digital in die Zukunft!“

Bericht zur Jahresfachtagung BBJH  vom 6. bis 8.2.2018 in Petersberg

„sozial und digital in die Zukunft“ – durch Digitalisierung und Globalisierung werden uns und unserer Zielgruppe der benachteiligten jungen Menschen große Veränderungen der Arbeitswelt vorhergesagt.

Diese Tagung ermöglichte, mehr Klarheit in die Sache zu bringen und zu schauen, welche Chancen und Herausforderungen diese Entwicklungen für die BBJH bedeuten.

Erstes – vorsichtiges – Fazit: Digitalisierung fordert uns alle heraus – nicht nur die Zielgruppe. Die „nachholende“ Digitalisierung betrifft zunächst die Fachkräfte und Einrichtungen als Organisationen. Notwendig sind Investitionen in Hard- und Software (Pädagogik, Handwerk und Verwaltung) sowie in einem größeren Umfang Schulungen für die Mitarbeitenden. Wie das finanziert werden kann, ist eine noch offene Frage. Die Zielgruppe der benachteiligten jungen Menschen an der Digitalisierung angemessen teilhaben zu lassen ist die zweite Aufgabe, die – so berichteten erfahrene Referenten – stark von den digitalen Kompetenzen der Fachkräfte abhängt.

Die Veränderungen der Arbeitswelt für die Zielgruppe – so die vorsichtigen Prognosen – sind nicht so negativ wie befürchtet. Neben dem Ausbau im Bereich der Spezialisten wird ein weiterhin größerer Arbeitskräftebedarf im unteren Sektor prognostiziert. Allerdings wird es zunehmend wichtig sein, über ausreichend Kompetenzen im Bereich Handlungsbefähigung zu verfügen, um den schnellen Wandel, die notwendige Flexibilität und Agilität gut zu schaffen. Die BBJH befindet sich mit der Handlungsbefähigung also auf dem richtigen Weg (siehe BBJH-Fachtagung 2017 und Forschungsprojekt „Weiterentwicklung der AJS“ der LAG Jugendsozialarbeit).

Um in der Dynamik dieser Entwicklungen als Arbeitsfeld handlungsbefähigt zu bleiben, kann eine wertorientierte Haltung hilfreich sein. Hier bot die Auseinandersetzung mit dem Gedanken der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) spannende und zukunftsweisende Chancen. Am Beispiel der Herzogsägmühle konnten die vielfältigen Effekte der GWÖ gut sichtbar werden. Einige Einrichtungen der BBJH werden daran auf jeden Fall weiterarbeiten.