Viele Schulen hatte bereits im September einen aufregenden Jahresstart, nämlich als Startchancenschulen. Sie machten sich auf den Weg zu mehr Chancengleichheit. Jetzt gibt es Ergebnisse und dementsprechend viele Anfragen an die Träger der Jugendsozialarbeit.
Erster Schritt ist die Bedarfserhebung: was braucht die Schulfamilie, was ermöglicht konkret vor Ort bessere Chancen, wie bekommen mehr Schüler*innen solide Kompetenzen, einen erfolgreichen Abschluss und eine Ausbildung/Anschlussperspektive?
Antworten darauf liefert die Jugendsozialarbeit und wird deshalb vielerorts als Partner an Schulen angefragt. Davon ausgehend, dass in der Regel an den Startchancenschulen aufgrund des bestehenden Jugendhilfebedarfes bereits Jugendsozialarbeit an Schulen etabliert ist, bietet Schulsozialarbeit eine weitere Möglichkeit, junge Menschen an der Schule zu unterstützen. Präventiv wie interventionsbezogen gibt es viele Ansatzpunkte, die individuelle und strukturelle Situation junger Menschen und der Schulfamilie auch im Sinne der Startchancenziele zu verbessern, ohne dass Soziale Arbeit zum Lückenbüßer für strukturelle Schwächen eines Schulsystems mit hohem Anpassungsdruck wird. Andere Schulen entwickeln nicht einzelne Funktionsstellen weiter, sondern die Schulfamilie als Ganzes. Hier werden zum Beispiel Mitarbeitende der Ganztagsschulen, egal, ob sie unterrichten oder nicht, über den ganzen Tag als Team eingesetzt und profitieren von neuen Möglichkeiten der Differenzierung und Förderung bei gleichzeitiger Entlastung. Eine langfristige Zusammenarbeit ist allerdings aus dem Programm nicht stabil zu finanzieren und daher nicht überall umsetzbar. Daneben wurden schon viele gezielt einsetzbare Angebote wie Sozialkompetenz und Konflikttrainings, gezielte Förderangebote (außerunterrichtlich) sowie die Unterstützung der Lehrkraft als pädagogische Unterstützungskraft vereinbart.
Die Jugendsozialarbeit hofft und setzt auf eine gezielte Evaluation der Aktivitäten an den Startchancenschulen, da die Erkenntnisse in Zukunft auch auf andere Schulen übertragen werden sollen.
