Am 26. und 27. November 2025 trafen sich die bayerischen Jugendmigrationsdienste (JMD), Respekt Coaches und Mental Health Coaches in evangelischer Trägerschaft zu ihrer jährlichen Fachtagung in Ingolstadt. Unter dem Motto „Beteiligung statt Benachteiligung – Wie Integration und Teilhabe gelingt.“ diskutierten Fachkräfte, Politik und Sozialraumpartner über aktuelle Herausforderungen, wirksame Unterstützungsmöglichkeiten und Wege zu einer stärkeren politischen Sichtbarkeit der JMD-Arbeit.
Die Teilnehmenden erhielten in einem Podiumsgespräch mit Karoline Schwärzli Bühler (SPD Ingolstadt) und Ulrike Bahr (SPD, ehemalige MdB) Einblicke in politische Entscheidungswege und wirkungsvolle Lobbyarbeit. Die Diskussion bot Raum für konkrete Fragen aus der Beratungspraxis – von Förderlogiken über Gesetzgebungsverfahren.
Bei einem Meet & Greet kamen Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Sozialraum mit den Fachkräften ins Gespräch. Was brauchen junge Menschen mit Migrationsbiografie wirklich? Diese Frage stellte sich die Integrationsbeauftrage von Ingolstadt, Ingrid Gumplinger, und fand darauf folgende Antwort: „Sie brauchen Orte, an denen sie sich sicher fühlen, und Perspektiven, die ihnen eine Orientierung für ihre Zukunft geben. Die Jugendmigrationsdienste leisten hierbei wertvolle Arbeit, um jungen Menschen zu helfen, ihre Potenziale zu erkennen und zu entfalten. Denn wenn wir jungen Menschen echte Teilhabe ermöglichen, schaffen wir eine Gesellschaft, die von Vielfalt profitiert und in der sich jeder Mensch einbringen und Verantwortung übernehmen kann.“
Als Fazit der Veranstaltung wurde deutlich: Junge Menschen brauchen verlässliche Strukturen, niedrigschwellige Zugänge, stärkere Digitalisierung in Behörden und eine bessere Verzahnung von Bildung, Sozialarbeit und Politik. Integration wird dort möglich, wo Beteiligung ernst genommen wird.
