Ausbildung eröffnet Perspektiven – JMD-Fachtag diskutiert Zugänge zur beruflichen Bildung

junger Mensch zwischen Scrabble-Teilen
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Wie kann jungen Menschen mit Migrationsgeschichte der Einstieg in eine Ausbildung gelingen? Welche Hürden bestehen und welche Rahmenbedingungen braucht es für eine erfolgreiche berufliche Qualifizierung? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die digitale JMD-Fachtagung „Zugänge zur Ausbildung für junge Menschen mit Migrationsgeschichte“. Fachkräfte aus den bayerischen Jugendmigrationsdiensten kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen, Erfahrungen aus der Praxis auszutauschen und Impulse für die fachpolitische Arbeit zu entwickeln.

Fachliche Inputs beleuchteten die strukturellen, rechtlichen und sprachlichen Voraussetzungen für den Zugang zu Ausbildung. Deutlich wurde dabei: Qualifizierung hat Vorrang. Eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt gelingt dann, wenn junge Menschen ausreichend Zeit und Unterstützung erhalten, Sprachkompetenzen aufzubauen, Orientierung zu gewinnen und eine passende Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Eine vorschnelle Vermittlung in prekäre Beschäftigung wird diesem Anspruch nicht gerecht.

In Kleingruppen wurden Erfahrungen aus der Beratungspraxis zusammengetragen und zentrale Herausforderungen benannt. Dazu zählen unter anderem fehlender bezahlbarer Wohnraum, eingeschränkte Mobilität im ländlichen Raum, unzureichende Sprachförderung, langwierige Anerkennungsverfahren sowie bürokratische Hürden beim Zugang zu Ausbildung und Arbeit. Gleichzeitig wurde deutlich, welche Faktoren den Ausbildungserfolg fördern: individuelle Begleitung, enge Kooperationen mit Betrieben und Berufsschulen, ausreichende Sprachförderung sowie verlässliche Unterstützungsangebote während der gesamten Ausbildungszeit.

Ein zentrales Ergebnis der Tagung war die besondere Rolle der Jugendmigrationsdienste als Brückenbauer zwischen jungen Menschen, Betrieben, Schulen, Kammern und Behörden. Denn klar wurde: Die Potenziale junger zugewanderter Menschen können nur dann wirksam genutzt werden, wenn berufliche Bildung konsequent gefördert und die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.