
Anlässlich der bundesweiten JMD-Aktionswoche besuchten die Bundestagsabgeordneten Heike Heubach (SPD) und die Landtagsabgeordneten Stephanie Schuhknecht (Bündnis 90/Die Grünen) die Migrationsberatungsdienste der Diakonie, Kolping, Caritas, BRK und GFI in Augsburg. Im Mittelpunkt standen die aktuellen Herausforderungen in der Migrationsberatung und die Frage, welche politischen Rahmenbedingungen es braucht, damit Integration und gesellschaftliche Teilhabe gelingen können. Professionelle Beratung leistet einen zentralen Beitrag zur gelingenden Integration und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Die zentrale Botschaft an die Politik: Migrationsdienste müssen langfristig gesichert und gestärkt werden. Sie bieten jungen Menschen damit wichtige Unterstützung beim Zugang zu Bildung, Arbeit, Wohnraum und gesellschaftlicher Teilhabe. Aktuell erschweren jedoch finanzielle Unsicherheiten, geplante Kürzungen und Einschränkungen bestehender Programme die Arbeit.
Die Migrationsdienste brauchen
- eine stabile Finanzierung,
- niedrigschwellige Zugänge zu Sprach- und Bildungsangeboten,
- niedrigschwellige digitale Behördenkommunikation
- weniger bürokratische Hürden beim Arbeitsmarktzugang und
- verlässliche Aufenthaltsperspektiven.
Die zunehmende Digitalisierung der Behördenkommunikation stellt viele Ratsuchende vor erhebliche Herausforderungen. Persönliche Erfahrungsberichte junger Zugewanderter verdeutlichten, wie wichtig ein gesicherter Aufenthalt, familiäre Unterstützung und verlässliche Beratung für eine gelingende Integration sind. Frühzeitige Unterstützung hat präventive Wirkung: Sie kann Arbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit und gesellschaftlicher Ausgrenzung entgegenwirken.
Die Rückmeldungen aus der Politik zeigten, wie wichtig der direkte Austausch mit der Praxis ist. Heike Heubach betonte, dass politische Entscheidungsträger*innen die Lebensrealitäten der Menschen kennen müssten. Die SPD müsse Haltung zeigen und an der Seite der Menschen stehen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Sie würdigte die Arbeit der Mitarbeitenden und kündigte an, die angesprochenen Anliegen auf Bundesebene weiterzutragen und den Austausch fortzusetzen. Auch Stephanie Schuhknecht zeigte großes Interesse an den Erfahrungen, mit den Schwierigkeiten beim digitalen Zugang zu Behörden und den damit verbundenen zusätzlichen Unterstützungsbedarfen.
Der Austausch machte deutlich, wie wichtig es ist, die Erfahrungen aus der Beratung in politische Entscheidungen einzubeziehen. Ziel bleibt es, die Migrationsdienste zu stärken und jungen Zugewanderten verlässliche Unterstützung und Perspektiven zu ermöglichen.
