Meinungsfreiheit unter Druck? – Städtefahrt der GPJ nach München

Mitte April konnte auch dieses Jahr wieder eine Städtefahrt in Kooperation mit dem Berufsbildungswerk in Hof durchgeführt werden. Unter dem Motto „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ – Meinungsfreiheit in Diktatur und Demokratie erkundeten rund 15 junge Auszubildende gemeinsam die bayerische Landeshauptstadt.

Im Mittelpunkt stand dabei die Rolle Münchens in der NS-Zeit, ebenso wie einzelne Biografien von Menschen, die auf unterschiedliche Weise im Widerstand gegen die nationalsozialistische Herrschaft aktiv waren. Bei einem Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Dachau zeigten sich die jungen Menschen sehr erstaunt darüber, wie schnell nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten demokratische Grundrechte abgeschafft und eine Diktatur errichtet wurde.

Nach diesem ersten Studientag zur NS-Zeit wurde die Brücke in die Gegenwart gebaut. Die jungen Menschen tauschten sich intensiv darüber aus, wie heute Meinungsbildung entsteht und wie und wo die Meinungsfreiheit an ihre Grenzen stößt. Dabei wurde auch die Debatte rund um Social-Media-Verbote für junge Menschen kontrovers diskutiert. Die jungen Menschen betonten, dass sie Verbote für wenig hilfreich halten und sich stattdessen eher Resilienztrainings im Umgang mit Social Media wünschen.