Im eckstein Nürnberg fand im April die Trägerkonferenz SJS & Ganztag statt. Vertreter*innen aus Trägern, Geschäftsstellen und Praxis kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen in Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) und im Ganztag zu besprechen.
Schwerpunkte der Konferenz
Aktuelles aus JaS und Ganztag
Der Ausbau von Jugendsozialarbeit an Schulen und Schulsozialpädagogik wurde gestoppt. Die kommunal finanzierte Schulsozialarbeit ist stark rückläufig. Gleichzeitig steigt der Bedarf an den Schulen: die gleichen Köpfe beraten viel mehr junge Menschen, wie die aktuellen Zahlen in der ejsa Bayern und im Diakonischen Werk Bayern zeigen. Die Jugendsozialarbeit baut Beziehungen auf und vermittelt in Netzwerke. Die Belastung steigt entsprechend, wenn soziale Infrastruktur wegfällt.
Im Austausch wurde deutlich, wie dynamisch sich der Ganztag entwickelt – von neuen pädagogischen Anforderungen bis hin zu veränderten Rahmenbedingungen. Die Teilnehmenden diskutierten Herausforderungen im Ganztag, strukturelle Fragen und die Bedeutung multiprofessioneller Zusammenarbeit. Deutlich wurde: Die Bedarfe der jungen Menschen stehen im Mittelpunkt – und dafür braucht es verlässliche Strukturen und klare Abstimmungen zwischen Schule und Jugendhilfe.
Startchancenprogramm – Entwicklungen und Anliegen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der aktuellen Umsetzung des Startchancenprogramms. Diskutiert wurden sowohl die Chancen für Schulen und Jugendsozialarbeit als auch die Herausforderungen in der praktischen Umsetzung. Besonders betont wurde die Bedeutung einer engen Abstimmung zwischen Jugendhilfe und Schule, um die Bedarfe der jungen Menschen zielgerichtet aufzugreifen und die zusätzlichen Fördermöglichkeiten wirksam einzusetzen.
Wirkungsorientierung – nächste Schritte
Ein zentraler Teil der Konferenz widmete sich der Wirkungsorientierung.
2026 steht im Zeichen der Umsetzung:
- Arbeit mit dem Wirkmodell OGTS in der Praxis
- Weiterentwicklung des Wirkmodells JaS
- Erarbeitung erster Indikatoren für Effekteerhebungen
In Workshops wurde herausgearbeitet, welche Daten bereits vorliegen und wo zusätzliche Erhebungen notwendig sind, um Wirkungen sichtbar zu machen.
