Soziale Arbeit an Schulen weiterentwickeln, ausweiten und verstetigen

Bildung ist eine Grundvoraussetzung für gelingendes Leben und gesellschaftliche Teilhabe. Schule ist somit zentraler Ort der Gestaltung gelingender Lebensbedingungen für junge Menschen. Nach wie vor hängen Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in hohem Maße von ihrer sozialen Herkunft ab.

Schule und Ganztagsschule in Bayern muss so weiterentwickelt werden, dass sie Bildungsbenachteiligung entgegenwirkt. Deshalb fordert die ejsa Bayern

Die ejsa Bayern fordert:

Beitrag der JSA zum Thema Schule und Bildung in Zeiten 4.0

  1. junge Menschen in Krisen am Ort Schule durch JaS niederschwellig unterstützen – sehr passendes Angebot – unter Wahrung des Subsidiaritätsprinzips weiter auszubauen.
  2. Ganztagsangebote dienen Familien und richten sich an Kinder und Jugendliche. Für den nachhaltigen Erfolg werden Angebote benötigt, die den Kindern und Jugendlichen entsprechen – ihrem Alter, ihren Interessen, ihren Unterstützungsbedarfen – das ist auch im Sinne der besseren Vereinbarkeit Familie – Beruf

Jugendsozialarbeit an Schulen (JaS) als Regelangebot an allen Schulen – auch an beruflichen Schulen wie Berufsfachschulen und Fachschulen – unabhängig von ihrer Trägerschaft unter Wahrung des Subsidiaritätsprinzips installieren.

Das Landesprogramm JaS hat sich bewährt und sorgt mit niedrigschwelligem Angebot der Jugendhilfe an der Schule in präventiver Weise für Integration. Dies ist an allen Schulen –auch an solchen in privater Trägerschaft- notwendig – von der Grundschule bis hin zu den beruflichen Schulen. Das bewährte Engagement freier Träger trägt zur Vielfalt und guten Vernetzung in Strukturen vor Ort bei. Es muss bei den JaS-Angeboten weiterhin möglich sein und darf nicht durch Eigenmittelerfordernisse erschwert werden.

Ganztagsangebote an den Bedarfen junger Menschen orientieren – von der Grundschule bis in weiterführende Schulen.

Damit Benachteiligungen wirksam ausgeglichen werden können,  müssen die Gegebenheiten an den Schulen  vor Ort und die individuellen Bedarfe der jungen Menschen für den weiteren Ausbau von Ganztagsangeboten maßgebend und handlungsleitend sein. Diese müssen in den Regel- und Finanzierungsstrukturen sowohl von Jugendhilfe als auch von Schule Niederschlag finden.
Altersgerechte Freiräume und Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen sind dabei genauso zu berücksichtigen wie individuelle Förder- und Unterstützungsangebote. Ganztägige Bildung und Betreuung braucht Rahmenbedingungen, die im Sinne der Kinder und Jugendlichen eine hohe Qualität ermöglichen – in der Grundschule sowie in weiterführenden Schulen. Konkret heißt dies:

  1. Flexible Gruppengrößen, die sich den spezifischen Förder- und Unterstützungsbedarfen benachteiligter Kinder und Jugendlicher sowie den Integrationsbedarfen junger Menschen mit Migrationshintergrund anpassen
  2. Gestaltbare altersgerechte Räume für Kinder und Jugendliche an Schulen: Gruppenräume mit einer bedarfsgerechten Ausstattung sind dabei genauso notwendig wie die Möglichkeit der Nutzung von Sporthallen Außenräume und Angebote im Sozialraum.
  3. Freiräume für selbstbestimmte und eigenverantwortliche Projekte in Ergänzung und Vernetzung mit den Konzepten der Schulbezogenen Jugendarbeit, die erarbeitet, ermöglicht und gefördert werden müssen.
  4. Mittagessen: Alle Kinder und Jugendliche brauchen ein qualitativ gutes und kostenloses Mittagessen. Die bürokratische Beantragung von Unterstützungsleistungen durch BuT führt zu Ausgrenzung
  5. Dynamisierung der Finanzierung, die sich regelhaft an Personalkostensteigerungen anpasst.

 

Ansprechpersonen bei der ejsa Bayern e.V.:
Deane Heumann
E-Mail: heumann@ejsa-bayern.de
Tel: 089 159187-83