Unter dem Titel „Wirkungsorientierung im Fokus— Kompetenzsteigerung möglich und messbar machen“ fand am 10. und 11. Juni 2026 die zweitägige Startchancenkonferenz in Berlin statt.
Wie kann wirkungsorientierte Steuerung gut gelingen und wie und warum sollen soziale Kompetenzen gemessen werden? Alles Fragen, die die bayerische evangelische Jugendsozialarbeit schon seit vielen Jahren bearbeitet. So ist es in der berufsbezogenen Jugendhilfe schon lange Standard, dass Fachkräfte Effekte erheben und Leitungen sich die Auswertung der Effekte der sozialen und berufspädagogischen Arbeit auf einem Dashboard anzeigen lassen können.

Im evangelischen schulischen Ganztag wird ebenfalls mit einem Ankerwirkmodell gearbeitet und auch in der Jugendsozialarbeit an Schulen schärfen wir den wirkungsorientierten Blick. Und es zeigt sich: Jugendsozialarbeit wird wirksam in Bezug auf soziale Kompetenzen, Selbstregulation, Teilhabe, Schulbindung, Übergänge, Armutsfolgen und je nach Altersstufe auf die Kooperation mit Familien. Sich fachlich zum Wohl der Kinder und Jugendlichen weiterzuentwickeln – da haben Jugendsozialarbeit und Schule das gleiche Ziel.
Die Tagung hat erneut gezeigt: das Startchancenprogramm hat es in sich. Gleichzeitig soll jede*r einzelne Schüler*in mehr Kompetenzen erwerben und Schule als System soll sich entwickeln. Sie wird damit automatisch näher an die Jugendhilfe heranrücken. Die Fachlichkeit der Jugendsozialarbeit könnte hier in Bayern noch stärker als eigenständiger Wirkfaktor im Startchancen-Programm zum Tragen kommen. Denn diesen Spagat hat sich auch Bayern auf die Fahnen geschrieben.
