BBJH Onboarding 2026: Fachlichkeit, Austausch und gute Gemeinschaft

Drei Tage voller Fachlichkeit, Austausch und Vernetzung: Vom 23. bis 25. September 2026 fand das BBJH Onboarding der ejsa Bayern im EBZ Pappenheim statt. Neue Kolleg*innen aus der Berufsbezogenen Jugendhilfe (BBJH) erhielten einen umfassenden Einblick in die Grundlagen, Strukturen und Arbeitsweisen der BBJH im evangelischen Trägerbereich in Bayern. Dabei ging es nicht nur um fachliche Grundlagen, sondern auch darum, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und die Zusammenarbeit im Arbeitsfeld zu stärken.

Zu Beginn standen die Grundsätze der Berufsbezogenen Jugendhilfe und ihre Einordnung in den Kontext der Jugendsozialarbeit im Mittelpunkt. Thematisiert wurden unter anderem die Zielgruppe der BBJH, die rechtlichen und sozialpolitischen Grundlagen sowie die Bedeutung des § 13 SGB VIII. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem betrieblichen Lernfeld als zentralem Element der BBJH. Die Verbindung von beruflicher und sozialer Kompetenzentwicklung mit realen betrieblichen Anforderungen ist ein wesentliches Merkmal der Arbeit mit sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten jungen Menschen. Die BBJH verbindet dabei berufliche und soziale Integration mit dem Ziel gesellschaftlicher Teilhabe. Auch die verschiedenen Rahmenbedingungen und Finanzierungsstrukturen sowie die Zusammenarbeit mit Jugendämtern, Arbeitsagenturen, Jobcentern, Schulen und weiteren Partner*innen wurden betrachtet. Das BBJH-Landesreferat der ejsa Bayern übernimmt dabei unter anderem Aufgaben der Qualifizierung, Vernetzung, fachlichen Weiterentwicklung und fachpolitischen Interessenvertretung.

Ein wichtiger Bestandteil des Onboardings war auch der Besuch der Jugendwerkstatt Langenaltheim. Bei einer Rundführung konnten die Teilnehmenden die praktische Arbeit vor Ort kennenlernen und einen unmittelbaren Einblick in die Verbindung von betrieblichen Arbeitsprozessen und pädagogischer Arbeit gewinnen. Gerade diese Verbindung macht die BBJH aus: Junge Menschen lernen in einem realen betrieblichen Umfeld und werden gleichzeitig sozialpädagogisch begleitet und in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt. Das betriebliche Lernfeld schafft dabei konkrete Möglichkeiten, berufliche Kompetenzen zu entwickeln und gleichzeitig Erfahrungen zu sammeln, die für einen späteren Einstieg in Ausbildung und Arbeitswelt wichtig sind. Der Besuch bot damit eine wertvolle Ergänzung zu den fachlichen Inputs und machte die zuvor diskutierten konzeptionellen Grundlagen unmittelbar erlebbar.

Neben den fachlichen Inhalten stand vor allem der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt der drei Tage. Unterschiedliche berufliche Erfahrungen, Perspektiven und Fragen kamen zusammen. Es wurde diskutiert, reflektiert und gemeinsam auf die Herausforderungen und Chancen der BBJH geschaut. Denn ein gutes Onboarding vermittelt nicht nur Wissen: Es schafft auch Verbindungen und Zugehörigkeit zum Arbeitsfeld. Die Teilnehmenden konnten Kolleg*innen aus unterschiedlichen Einrichtungen kennenlernen, Kontakte knüpfen und die verschiedenen Kommunikations- und Vernetzungsstrukturen der ejsa Bayern kennenlernen. Die BBJH der ejsa lebt dabei von regelmäßigen Konferenzen, Fortbildungen, Arbeitskreisen und weiteren Austauschformaten.