JSA 4.0 – Digitalisierung ändert nichts – außer alles

Mit dem Fortbildungsangebot „Jugendsozialarbeit 4.0 – Arbeiten im hybriden Sozialraum“ hatte sich die ejsa Bayern zu Beginn des Jahres auf den Weg gemacht, sich mit Fragestellungen der digitalen Transformation auseinandersetzen. Während der Laufzeit von 2020 bis 2021 werden vier Themenschwerpunkt für Fachkräfte aus allen Arbeitsfeldern der Jugendsozialarbeit angeboten.

Am 06.05.2020 startete die erste Veranstaltungsreihe zum Themenschwerpunkt „Sozial und Digital!? Strategien, Umsetzung und Rahmenbedingungen in Einrichtungen der bayerischen Jugendsozialarbeit“ direkt mit einem digitalen Format. Nachdem Präsenzveranstaltungen nach wie vor nicht in gewohnter Form möglich sind, stellte sich das Organisationsteam der ejsa der Herausforderung, eine analog geplante Veranstaltung auf eine digitale Plattform anzupassen. Das Format eines ganztägigen Webinars war für alle Beteiligten eine neue Erfahrung.

Nach dem Impulsvortrag des Referenten Hartmut Kopf von Kopf Consulting „Digitalisierung ändert nichts, außer alles – auch für mich/uns?“ als Einstieg, hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit sich in anschließender Diskussion auszutauschen und ihre Bedarfe aus ihrem aktuellen Arbeitsalltag zu äußern. Hier standen die Fragen im Zentrum, wo die einzelnen Teilnehmenden sich persönlich und institutionell im Feld der Digitalisierung verorten. In Kleingruppendiskussionen wurde dieser erste Schritt vertieft und der Fokus auf die Schwerpunkte „Technik & Prozesse“, „Mensch & Organisation“ und „Inhalte & Angebote“ gelegt. Besonders der intensive Austausch zwischen den Teilnehmenden lieferte wertvolle Ansatzpunkte, aus denen im Verlauf des Qualifizierungsmoduls individuelle Digitalisierungsstrategien entstehen werden. Bereits dieser Auftakt zeigte, dass gutes Arbeiten im digitalen Raum kein Zufallsprodukt ist. In erster Linie steht immer der Menschen im Mittelpunkt – Klienten und Fachkräfte gleichermaßen. Die verschiedenen Schnittstellen müssen hier mitbedacht werden, wie die Fragen, welche technischen Voraussetzungen und personelle Kompetenzen notwendig sind, wann digitale Formate einen echten Mehrwert bringen oder wann analoge Kontakte nach wie vor sinnvoller sind. Analoge Konzepte zu digitalisieren ist nicht genug, dabei geht es um eine erweiterte Form des Miteinanders: des Kommunizierens, des Führens, der pädagogischen Angebote und gesamtgesellschaftlicher Verhaltensweisen.

Aber wie eine der Teilnehmenden so treffend beschrieb: „Manchmal muss man eher springen, als sich vorzutasten!“ So ist das Resümee dieser Veranstaltung: Der erste Sprung ist gelungen!