Ansprechpartner in Bayern

Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern – Gesellschaftspolitische Jugendbildung

Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern
Gesellschaftspolitische Jugendbildung
Sonja Gaja
Loristraße 1
80335 München
089 159187 72
e-Mail

Netzwerkstelle in München

Vernetzung, Gremienarbeit
Die Netzwerkstelle in München befindet sich in der Geschäftsstelle der der ejsa Bayern. Momentan ist die Stelle wegen Elternzeit auf 50% reduziert. Die bayerische Netzwerkstelle deckt sich mit den im bundesweiten Modell der et genannten Aufgaben. Im Schwerpunkt ist dies weniger die direkte Durchführung von Veranstaltungen, sondern mehr die Vernetzung, Erprobung, Ermöglichung und Begleitung von Bildungsformaten.

Nachhaltigkeitsbildung
Neben der Vernetzungs- und Gremienarbeit stehen die Themen Jugendpolitik und die inhaltliche Anregungs- und Impulsfunktion vor allem beim Thema Nachhaltigkeitsbildung auf der Agenda.
Der Themenschwerpunkt Nachhaltigkeit hat gezeigt, dass es im Rahmen konkreter Bildungsprojekte gelingt, durch handlungsorientierte Ansätze und die Lebensweltnähe der gewählten Inhalte Verknüpfungen herzustellen zwischen Anbietern und Zielgruppen von Jugendsozialarbeit. Das Format ist durch die Stiftung von Kooperationen der Bereiche Umweltbildung und Jugendsozialarbeit in seinen Verknüpfungen neu. Es wird ein Format implementiert, das für die Netzwerkstelle von hoher landesweiter Bedeutung ist und fortgeführt werden soll.

Angebote für junge Flüchtlinge
Aber auch die Erprobung neuer Formate mit jungen Flüchtlingen spielt derzeit eine wichtige Rolle bei der Netzwerkstelle. Das Filmen kleiner Tutorials zum Umgang mit Ressourcen in Deutschland und Einbettung in eine App ist nur ein Teil davon.

Implementierung von GPJ in die Arbeitsfelder der Jugendsozialarbeit
Die ejsa mit ihren Einrichtungen in ganz Bayern hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Bildungsanbietern: sie ist direkt an den jungen Menschen dran. Das Erreichen der Zielgruppe wird dadurch immens erleichtert. Alle Beteiligten können profitieren: Die Netzwerkstelle berät Einrichtungen der Jugendsozialarbeit vor Ort über mögliche Kooperationsprojekte, hierbei sollen auch ehrenamtliche Strukturen der evangelischen Jugend genutzt werden. Wie bisher bei den Nachhaltigkeitsprojekten, so können auch zu anderen Themenbereichen Partnerschaften entstehen, die dauerhaft politische Bildung für die jungen
Menschen vor Ort ermöglichen.

Seit Jahrzehnten bewährt sich die GPJ in Bayern. In dieser Zeit ist ein sehr großer und wertvoller Erfahrungsschatz hinsichtlich aktueller Themen, Methodik/Didaktik und Erreichung der Zielgruppe, entstanden. Diesen Erfahrungsschatz gilt es aufzuarbeiten, um aktuelle Erfahrungen und Arbeitsformen anzureichern und einem breiten Fachpublikum regional sowie auf Landes- und Bundesebene auch im Rahmen von Publikationen und gezielter Öffentlichkeitsarbeit zugänglich zu machen. Deshalb beteiligt sich die Netzwerkstelle an der Qualifizierung von MitarbeiterInnen der Jugendsozialarbeit z.B. in jugendpolitischen und Nachhaltigkeitsthemen sowohl im Rahmen der überregionalen Multiplikatorenbildung und Fortbildungsarbeit der ejsa als auch innerhalb der bestehenden Arbeitsstrukturen in den Arbeitsfeldern sowie durch einrichtungsspezifische Angebote vor Ort.

Jugendsozialarbeit
Bisher ist das Alleinstellungsmerkmal der GPJ Arbeit in Bayern der besondere Fokus auf benachteiligte junge Menschen, ihre Themen und Bedarfe gewesen. Dies hat sich grundsätzlich bewährt und daran soll festgehalten werden. Allerdings bietet die Netzwerkstelle nun die Möglichkeit, Erfahrungen noch effektiver aufzubereiten, die Protagonisten jugendpolitischer Bildung miteinander in Kontakt zu bringen und das Know How angemessen zu verbreiten. Da sich Bildungsansätze und – formate für benachteiligte junge Menschen erhöhter Aufmerksamkeit erfreuen, trägt die Netzwerkstelle in Bayern zur Generierung und Verbreitung einschlägigen Erfahrungswissens erheblich bei. Zudem wird durch aktuelle politische Entwicklungen deutlich, dass sich gerade politische Jugendbildung auf solche Zielgruppen konzentrieren muss, die politischen Bildungsimpulsen gegenüber eher fern stehen und sich als unzugänglich für klassische Formate der politischen Bildung erweisen. Hier übernimmt die ejsa Bayern eine Anregungs- und Impulsfunktion für die fachliche Weiterentwicklung politischer Jugendbildung bezogen auf eher benachteiligte junge Menschen. Das Ziel, gerade sie als Adressaten, vor allem aber als Akteure von Jugendpolitik zu gewinnen, soll intensiv verfolgt und die Erfahrungen ins bundesweite Netzwerk et eingespeist, ausgetauscht und verbreitet werden.

Evangelische Jugend Nürnberg – Gesellschaftspolitische Jugendbildung

Evangelische Jugend Nürnberg
Gesellschaftspolitische Jugendbildung
Daniela Flachenecker
Burgstr. 1-3
90403 Nürnberg
Tel. 0911 214 23 36
Fax 0911 214 23 07
e-Mail
www.ejn.de/kategorie/informieren/fachbereiche/

Evangelische Jugend Nürnberg
Gesellschaftspolitische Jugendbildung
Dorothee Petersen
Burgstr. 1 – 3
90403 Nürnberg
Tel. 0911 214 23 20
Fax 0911 214 23 02
e-Mail

Regionalstelle in Nürnberg

Schwerpunkte und Zielgruppen
Die Stelle in Nürnberg ist bisher und künftig auf zwei 50%-Stellen aufgeteilt. Die beiden Fachkräfte vor Ort sind Spezialistinnen für die Bereiche Arbeit gegen Rechts, Demokratiebildung, Persönlichkeitsstärkung und Berufsorientierung bzw. Lebensplanung.

Die Arbeit richtet sich in erster Linie an junge Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind. So arbeiten die Jugendbildungsreferentinnen derzeit überwiegend mit Besucher*innen aus den offenen Einrichtungen der Evangelischen Jugend Nürnberg (EJN), Jugendlichen aus der Jugendhilfe und mit Mittelschüler*innen. Aufgrund der aktuellen politischen Entwicklungen rücken auch junge Geflüchtete immer mehr in den Fokus der Arbeit. Dabei wird jedes Mal deutlich: Jugendliche sind politisch, sie haben Meinungen, sie können diskutieren und sie wollen etwas vom Leben. Gerade der Zielgruppe der „bildungsbenachteiligten“ Jugendlichen fehlt aber meist das geeignete Sprachrohr oder die nötige Unterstützung, die sie brauchen, um das alles hörbar nach Außen zu tragen und zur Disposition zu stellen. Die GPJ der EJSA nutzt hier seit Jahren erprobte Formate und probiert gleichzeitig neue Wege aus, um ihre gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Formate
Wenn im Tonstudio ein Song geschrieben und aufgenommen, eine fremde Stadt besucht oder ein Mädchenchor ins Leben gerufen wird, stehen dabei scheinbar der Spaß, die Gruppe und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund. So ist es zunächst tatsächlich auch, denn dies alles sind wichtige und unverzichtbare Elemente, um einen Anreiz und vor allem eine Atmosphäre zu schaffen, die (ganze nebenbei) Lust auf einen thematischen Austausch, auf ein Miteinander-Denken und schließlich auf das politische Handeln machen. Das gilt für die meisten Menschen. Doch insbesondere für die EJSA-Zielgruppe der sogenannten „bildungsbenachteiligten“ Jugendlichen erweisen sich dementsprechend angelegte Angebote als sehr erfolgreich. Die Zielgruppe verbindet ein niedriges, formales Bildungsniveau, wenig Abstraktionsvermögen, mangelnde Selbstwirksamkeitserfahrungen, vielfältige Ausgrenzungserfahrungen und eine Distanz zur etablierten Politik. Diese Bedingungen erfordern einmal mehr besondere Formate und Zugänge, welche sich vor allem durch ihre Niedrigschwelligkeit, dem hohen Grad an Partizipation und Subjektorientierung sowie Beziehungsarbeit, Prozessoffenheit und Flexibilität auszeichnen. Die Angebote der GPJ machen den jungen Menschen Mut, durch positive Rückmeldung und ehrliches Interesse an ihrer Person und ihren Themen und durch das Erleben von Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit, sich mit einem gesellschaftspolitischen Thema auseinanderzusetzen und sich politisch einzumischen.

Beispiel Tonstudio-Arbeit
Beispielsweise werden Jugendliche über aufsuchende Jugendsozialarbeit für Workshops in einem Tonstudio begeistert. In Zusammenarbeit mit Musikern und DJs kreieren die jungen Menschen ihre eigenen Texte mit sehr politischen Inhalten, die sie im Tonstudio aufnehmen und anschließend präsentieren.
Die Tonstudio-Workshops stellen somit ein Format dar, das die Musik als Sprachrohr für die Anliegen und Bedürfnisse von Jugendlichen nutzt, die oft nicht gehört werden.

YouTube: Tonstudio-Workshop mit jungen Geflüchteten aus Afghanistan:
www.youtube.com/watch?v=2t9u0EeTbgc

Netzwerk-Arbeit
Auch die Netzwerksarbeit spielt in Nürnberg eine große Rolle. Dazu gehört die Mitwirkung in lokalen, landes- sowie bundesweiten Zusammenhängen. Beispielsweise sei heraus gegriffen, die jährliche Dialogveranstaltung in Zusammenarbeit mit den muslimischen Gemeinden in Nürnberg, der Runde Tisch gegen Rechtsextremismus der Evang.- luth. Landeskirche in Bayern sowie die Mitarbeit im Redaktionsteam der bundesweiten Zeitschrift für Jugend- und Bildungsarbeit „baugerüst“. Zudem nehmen die Jugendbildungsreferentinnen regelmäßig an den Konferenzen der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung statt.

Zukunft gestalten
Immer wieder kreisen die Gespräche und thematischen Auseinandersetzungen um die Frage: In welcher Gesellschaft wollen wir eigentlich leben? Auch Jugendliche erleben, dass die Welt, das Land und ihr Stadtteil sich verändern. Sie haben Angst vor Verdrängung, vor Veränderung und vor militärischen Auseinandersetzungen. Gleichzeitig sind sie diejenigen, die groß träumen, die naiv nachfragen, die die neuen Medien für ihre politische Teilhabe nutzen und wo Fortschritt passiert und die Zukunftsmusik spielt. Die GPJ gibt den Jugendlichen Raum, Zeit, Gelegenheit und Begegnungsmöglichkeiten, um ihre Meinungen und Ideen zu formulieren und zu reflektieren und sie gesellschaftlich und politisch einzubringen und somit unsere aller Zukunft demokratisch und friedlich mitzugestalten.

Evangelische Jugendsozialarbeit Augsburg – Gesellschaftspolitische Jugendbildung

Evangelische Jugendsozialarbeit Augsburg
Gesellschaftspolitische Jugendbildung
Günther Schneider
Alter Postweg 6
86159 Augsburg
Tel.: 0821 575145
e-Mail

Regionalstelle in Augsburg

Die Gesellschaftspolitische Jugendbildung in Augsburg arbeitet mit der Zielgruppe „bildungs- und sozialbenachteiligter“ Jugendlicher im Alter von ca. 14 – 26 Jahren. Dieses Alter ist geprägt vom Übergang von der Schule in den Beruf bzw. in die Arbeitswelt und von der Suche nach seinem je eigenen Weg in die Erwachsenengesellschaft.
Dies heißt für unsere Gesellschaftspolitische Jugendbildungsarbeit, Jugendlichen in einer Situation

    • zunehmender sozialer Isolation Gemeinschaftserleben und gemeinschaftliches Lernen ermöglichen
    • weitverbreiteter Orientierungslosigkeit Raum und Ermunterung zur Entwicklung eines eigenen Lebensweges zu bieten
    • der beruflichen Weichenstellungen Anlaufpunkt für Sorgen und Nöte zu sein, aber auch die Entwicklung von individuellen und solidarischen Handlungsperspektiven mit den Jugendlichen zu entwickeln
    • vielbeschworener Politikverdrossenheit Partizipation zu ermöglichen
    • nach wie vor ungleich verteilter Bildungschancen in dieser Hinsicht „Benachteiligten“ die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Vorgängen zu eröffnen.

Tätigkeitsschwerpunkte

Offene Jugendarbeit
Wir sind in der glücklichen Lage mit dem Jugendtreff „INFO-LAD’N“ sowohl über Räumlichkeiten für Bildungsveranstaltungen als auch einen offenen Begegnungsort für unsere Zielgruppen zu verfügen. Hier treffen Jugendliche unterschiedlicher sozialer und ethnischer Herkunft zusammen, so daß der offene Betrieb neben Beratung, Information und Hilfe auch ein Erprobungsfeld der Auseinandersetzung mit und der Toleranz für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppierungen bietet.

Bildungsangebote
Projekttage im „INFO-LAD’N“und Seminarveranstaltungen mit Jugendlichen und (Berufs-) Schülerinnen und Schülern zu den Themenbereichen Toleranz und Courage; Ausbildung, Arbeit, Lebensperspektiven; Orientierung in einer Gesellschaft der Vielfalt; Soziale Kompetenzen und Alltagspolitik.

Beratungsangebote
Informationen, Beratung und Gespräche zu den Bereichen Berufliche Bildung, Arbeitswelt, Entwicklung von Lebensperspektiven, aktuelle gesellschaftspolitische und jugendrelevante Entwicklungen und Ereignisse.

Regionalstelle in Hof

EJBA Hof
Christian Schlademann
Landwehrstr. 38
95028 Hof
09281 86 855
e-Mail

Regionalstelle in Hof

Die Arbeit der EJBA – Evangelischen Jugendbildungsarbeit im Bereich der gesellschaftspolitischen Jugendbildung richtet sich vorrangig an junge Menschen, die von sozialer Benachteiligung betroffen sind und in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind.
Die EJBA – Evangelische Jugendbildungsarbeit Hof versteht sich als Ansprechpartner für alle Jugendlichen, Fachkräfte und ehrenamtlich Tätigen im Bereich der Jugendarbeit für die Belange der Partizipation, Projektgestaltung und Umsetzung verschiedenster Formate der gesellschaftspolitischen Jugendbildung.

Einen Schwerpunkt der Arbeit der EJBA stellt das Engagement gegen Rechtsextremismus dar. Seit 2012 existiert in Hof das „Bündnis für Zivilcourage – Hof ist bunt nicht braun“, welches sich mit aktuellen Entwicklungen im regionalen und überregionalen Kontext im Bereich Rechtsextremismus befasst und vom Jugendbildungsreferenten koordiniert wird. Die Aktivitäten des Bündnisses reichen von der Vernetzung zivilgesellschaftlicher Gruppen und Akteure, der präventiven Arbeit im Bereich Rechtsextremismus in Form von Aufklärungs- und kulturellen Veranstaltungen mit Bezug zum Thema, bis hin zur Initiierung und aktiven Teilnahme an Demonstrationen und Gegenveranstaltungen.

Einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit stellt die Integration und Partizipation von Jugendlichen an der Gestaltung ihrer Lebenswelt dar. Als Beispiel sei hier das Projekt „KinderKulturFabrik“ genannt, welches Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen die Möglichkeit gibt, sich selbst und ihr Gegenüber besser kennenzulernen. Bei dem Projekt werden die Bereiche Tanz, Freude an Bewegung, Umgang mit Sprache und Musik, konkret Rap / Hiphop eingesetzt, um Zugang zu Kindern und Jugendlichen zu finden und die eigene aber auch die Kultur des Anderen kennenzulernen und sich mit der persönlichen Lebenswelt vor Ort auseinanderzusetzen. HipHop wird so zum Medium der Auseinandersetzung mit kulturellen Hintergründen und Prägungen. Dies stellt eine Möglichkeit des Ausdrucks und der Verarbeitung von Erlebnissen dar und bietet vielfältige Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit den Themen des interkulturellen Dialogs. Das von den Teilnehmer*innen erarbeitete und einstudierte wird der hiesigen Bevölkerung auf öffentlichen Veranstaltungen dargeboten und wird so selbst zum Gegenstand eines Auseinandersetzungsprozesses.

Die EJBA versteht sich als ein Akteur im Gemeinwesen und nimmt dementsprechende Aufgaben wahr. So ist die Stelle der gesellschaftspolitischen Jugendbildung maßgeblich an der Initiierung und Organisation der bundesweit stattfindenden Interkulturen Wochen in Hof beteiligt, die den interkulturellen Dialog in einer pluralistischen Gesellschaft fördert.

Es findet eine enge Kooperation mit dem Internationalen Mädchen und Frauenzentrum des EJSA Hof e.V. statt, in dessen Zusammenhang Projekte, Bildungsveranstaltungen und interkulturelle Begegnungen realisiert werden.
Darüber hinaus besteht ein weit verzweigtes Netzwerk zu verschiedensten Akteuren und Institutionen in den Bereichen Migration, Bildung, Jugendarbeit, Kirche und Rechtsextremismus.

GPJ Einrichtungskarte